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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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Die Neformationszeit.

IV. Hltrich Zwingt!.

1. Zwingtis Keimat.

Seine Studien. Seine Tätigkeitin Htarus und Hinstcdetn.

Hoch oben im Toggenburg, woam Säntis die Thür entspringt,liegt Wild Haus, der Ge-burtsort Zwinglis. Noch stehtdraußen vor dem Dorf das wettergebräunte Holzhaus, wo er amNenjahrstag 1484 das Licht der Welt erblickte. Sein Vater warGemeindeammann, ein wohlhabender Mann. Mehrere seiner Ver-wandten gehörten dein geistlichen Stande an. Ein Onkel kam alsPfarrer nach Wesen, nahm den geweckten Jungen mit sich underteilte ihm den ersten Unterricht. Er schickte ihn dann nach Baselin eine gute Schule. In Latein und Musik zeichnete sich der Knabe aus.Zwei Jahre lang ging er dann bei dem Sprachmeister HeinrichWölflin in Bern zur Schule. Seiner hellen Singstimme wegenhätten ihn die Predigermönche gern in ihr Kloster gezogen. Danahm ihn sein Vater von Bern fort. Von — 1502 studierte Zwingli

in Wien und kehrte dann als Lehrer nach Basel zurück. Eifrig setzteer nebenbei seine Studien in den alten Sprachen lind in der Gottes-gelehrtheit fort. Er lernte viel bei Wyttenbach, der später nachViel kam. 1506 wurde er Leutpriester in Glarns. Diese Pfründemußte er einem Günstling des Papstes um 100 Gulden abkaufen.Zehn Jahre lang blieb er im Glarnerland, das einen starken Markt-verkehr mit Zürich unterhielt. Als Feldprediger nahm Zwingli teil an derHeerfahrt, die mit der Schlacht von Marignanv so unglücklich endete.Er sah, welch Verderbnis der fremde Solddienst dem Vaterland brachte,und begann dagegen zu predigen. Von Pensionsherren angefeindet,vertauschte er die Stelle in Glarus mit einer andern in Ein siedeln.Als Leutpriester predigte er während zwei Jahren den Wallfahrern,die das Gotteshaus im „finstern Wald" besuchten. Schon jetzt warer bekannt als einer der gelehrtesten Eidgenossen.

. . , ........ .. Auch in Zürich hatte Zwingli gute

^r'u "L, eMrt"'q-g-7i Freunde und Bekannte. Die Chorherren

die Solddienfte. : am Grvßmünster beriefen ihn als Leut -

.. priester an ihr Gotteshaus. Vor allem

wollte er die Bibel dem Volke nahe bringen. In den Sonntags-predigten erklärte er die Evangelien, in den Wochenpredigten legteer die Psalmen aus. Frisch und eindringlich, lebhaft und faßlich für