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Die Resormationszeit.
und gar. Der Konstafslerzunft nahm er die letzten Vorrechte. Alt-gläubige wurden nicht mehr in den Räten geduldet. Er war Bei-sitzer des Geheimen Rates. Man unternahm nichts Wichtiges ohneseinen Rat. Es ging die Rede, daß der Leutpriester am GroßmünsterBürgermeister und Rat, alles in allem sei.
Um sich gegenüber den Burgrechts-städten zu stärken, taten die innernOrte einen höchst gefährlichen Schritt.Bündnis mit Ferdinand von Österreich.
und amtete als sein Stellvertreter,anwesend war. Das geschah im
2. Das Mündnis König Aer- idinands mit den fünf Hrten.
Sie schlössen einEr war der Bruder Karls V.wenn dieser nicht in DeutschlandFrühjahr 1529, zur Zeit des Reichstags von Speier. Die Machtdes Hauses Habsburg stand damals am höchsten. Mit dem altenErbfeind verbanden sie sich, dessen Gebiet die Schweiz fast ganzumringte. Die Feindschaft zwischen den Reformierten und Katholikenwuchs von Tag zu Tag. Bern zürnte den Unterwaldnern, weil siedie Oberländer im Aufstand unterstützt hatten. Auch wegen dergemeinen Herrschaften gab es Streit. Hier suchten die fünf Ortedurch ihre Landvögte die neue Lehre zu unterdrücken. Die Zürcheraber sagten allen Neugläubigen ihren Beistand zu. Schimpfredeuund Schmähschriften erhitzten beiderseits die Gemüter. Als dieSchwyzer unweit Uznach den zürcherischen Pfarrer Kaiser aufgriffenund verbrannten, da brach der religiöse Bürgerkrieg los. Zwingliselber trieb zum Krieg. „Bevor Österreich eingreift", sagte er, „laßtuns dem Übel durch raschen Krieg zuvorkommen!"
Bern war nicht für den Krieg begeistert.
K°pp°rcr Kri-d-n 1S2N. ! Besonnen trat es dem Ubererfer ent-
. ... gegen. Seine Meinung war, daß sich
der Glaube nicht mit Spieß und Hellebarte eintreibenlasse. Als aber die Fehde trotzdem begann, ließ es Zürich nicht imStich. Zürcherische Fähnlein rückten in den Thurgau und ins äbtischeGebiet. Die Hauptmacht zog, 5000 Mann stark, gegen Zug undlagerte bei Kapp el. In ihre Nähe kam ein ebenso starkes BernerHeer vom Aargau her. Zum brudermörderischen Kampfe sollte esaber diesmal noch nicht kommen. Landammann Äbli von Glarusund die Berner Boten suchten einen Frieden zu vermitteln. Diefünf Orte waren vom Angriff der Zürcher überrascht und schlecht gerüstet. Sie zeigten sich eher zum Nachgeben bereit als Zwingli.