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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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187
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Vl. Die Kappelerkriege.

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entschieden sich für die neue Lehre. Auch das Oberland stimmteihr bei. Es glaubte, mit dieser Annahme auch aller Zinse und Zehntenlos zu sein, die es zuvor dem Kloster Jnterlaken entrichtet hatte.Als aber die Stadt erklärte, daß nun sie an des Klosters Statt dieGefalle einzuziehen gedenke, erhoben die Oberländer einen Aufstand.Sie verjagten die Prediger der neuen Lehre und wollten die Messewiederherstellen. Sie bauten aus die Hilfe ihrer Freunde, der Unter-waldner. Als gütiges Zureden nichts fruchtete, zog Bern gegen sieins Feld. Venner Manuel eilte mit einem Trupp Schützen von 300Mann dem Hauptbanner voran und zerstreute die Aufständischen.Einige hundert Unterwaldner waren über den Brünig gekommen,wagten es aber nicht, in den Kampf einzugreifen, und kehrten heim.Auf einer Matte bei Jnterlaken mußten sich die Vertreter deraufständischen Gemeinden versammeln und Abbitte leisten. Drei ihrerAnführer wurden hingerichtet. — Bern ordnete nun sein Kirchen-wesen in ähnlicher Weise, wie Zürich getan hatte. Die vielen Kloster,früher schon bevogtet, wurden aufgehoben, ihre Insassen entschädigtund versorgt. Viele Feiertage wurden abgeschafft, die Heiligen-bilder und Kirchenzierden beseitigt, wobei manches Kunstwerk zugrundeging. Goldene und silberne Kirchengeräte schmolz man ein und prägteGeld daraus. Zum Glück blieben die kostbaren Glasgemälde un-zerstört, und vom einstigen Teppich- und Gewandschmnck des BernerMünsters wird manches schöne Stück im historischen Museum aufbe-wahrt. Von 1532 an wurden Kinderlehren eingeführt, und 35Jahre später wurde der Gesang in den Kirchen wieder hergestelltals Gemeindegesang, den lange Zeit, statt der Orgeln, Posaunen be-gleiteten.

VI. Die Kappelerkriege.

1. Zöie Merns Weispiek wirkte.

: Nach dem Übertritt Berns fanden: auch andere Städte den Mut,offen und entschieden zur Reformation überzutreten. Sie kam zumDurchbruch in Viel, dessen Reformator Thomas Wyttenbachwar. Biet, St. Gallen, Schaffhausen und Mülhausen traten ebenfallsdem Burgrecht bei. Ebenso taten Straßburg und Basel. DerBischof von Basel siedelte nach Pruntrut über. Jetzt stand Zürichnicht mehr vereinsamt da. Diese großen Erfolge hoben Zwinglis An-sehen noch mehr. Eine Zeitlang beherrschte er die Stadt Zürich ganz