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VII. Die Reformation in der Westschweiz.
hatte nun Genf viel auszustehen von den Quälereien des verbündetensavoyischen Adels. Bei einer Adelsversammlung erhob einer beimEssen den Löffel und sagte: „So wahr ich diesen Löffel halte, werdenwir Genf verzehren!" (Löffelbund.) Außerhalb der Stadt war keinGenfer mehr seines Lebens sicher. Auf den Hilferuf der Genfer zogendie Berner und Freiburger im Jahr 1530 mitten durch die Waadt.Sie erlösten die Stadt aus ihrer bedrängten Lage. Der Herzog schloßeinen Vertrag mit ihnen ab. Wenn jemals der Friede init Genswieder gebrochen würde, so solltensie das Recht haben, dieWaadtzu erobern.
3. Gens wird reformiert. Der Adefvedrängt es nm fo heftiger 153S.
Ivilhelm Isrel.
Als Farel im Jahr 1532 inGenf zu lehren begann, erhoben diealtgläubigen Priester einen lautenTumult. Es hieß: „In die Rhonemit ihm!" Alls einem Kahn entwichFarel aus der Stadt. Bald aberkehrte er unter dem Schutz ber-ni scher Gesandten nach Genfzurück. Ihn begleiteten einige Mit-arbeiter. Rasch wuchs die Zahl derNeugläubigen, lind Farel betrat die
Kanzel zu St. Peter. Nach dem Beispiel Berns erließ dann derRat ein Reformativnsmandat. Der Bischof zog mit dem Rest derMönche und Nonnen aus Genf fort. Die Stadt löste ihre Ver-bindung mit Savoyen. Nunmehr erhob der savoyische Adel einennoch grimmigeren Raubkrieg wider Genf denn je zuvor. Der Herzogließ dies alles ungestraft geschehen. Die Stadt litt unsäglich; alleZufuhr wurde ihr abgeschnitten. Bittflehend erschienen die GenferBoten von neuem in Bern. An Freiburg konnten sie sich nicht mehrwenden. Dieses hatte, als Genf reformiert wurde, sein Burgrecht mitihm gelöst. Es hatte ihm den Bnndesbrief mit abgeschnittenen Sie-geln zurückgeschickt. Aber Bern war damals übel dran. „Wir könneneuch nicht helfen", sagten die Berner. „Zögen wir aus, so würden