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Die Reformalionszcit.
dachten nun, daß die Verbreitung der neuen Lehre ihnen dabei nütz-lich sein konnte. Ein Geistlicher aus Südfrankreich, Wilhelm Farel,kam als Flüchtling nach Bern. Er war der neuen Lehre eifrig erge-ben und konnte sie in französischer Sprache verbreiten. Den schicktedie Berner Regierung hinauf in die welsche Vvgtei Aigle, deutschAelen. Hier trat er, vom bernischen Landvvgt beschirmt, zuerst alsSchulmeister und dann als Prediger auf. Diese Vogtei war das ersteStücklein romanischen Gebietes, das die Reformation annahm.Bern verwendete dann seinen Bahnbrecher in den Vogteien, diees mit Frei bürg zusammen regierte. Farel nahm seinen Stand-ort für 2 Jahre in Murten. Freiburg feindete ihn an; denn esblieb der alten Lehre treu. Bern beschirmte ihn um so tatkräftigerauf seinen gefahrvollen Streifzügen in die Waadt und bis in dieJnratäler hinein. Sein Hanpterfolg war der Übertritt Neuenburgszur Reformation (1530). Das Murtenbiet und das Wi steril achtraten ebenfalls über. Da wagte es Farel, im Jahre 1532 auch inGenf aufzutreten.
2. Genf und der Kerzogvon Savoyen.HNMpp Berthelier.
Genf ist eine der ältesten Schweizerstädte.Seine Lage am Ausfluß der Rhone zwischenAlpen und Jura machte es früh zu einemMittelpunkt des Handels und Verkehrs derwelschen und deutschen Lande. Mit Mauern und Türmen wares stark bewehrt und hatte große Warenhallen. Auf der Hohe derAltstadt ragte das St. Petersmünster. Ein Bischof residierte hier. Genfhatte große Mühe, seine Reichssreiheit wider die Herzogevon Savoyen zu verteidigen. Es war rings von savoyischem Gebietumgeben. Der Herzog wünschte Genf zur Hauptstadt seines Landeszu machen. Die Sache wurde für Genf gefährlich, als HerzogKarl III. seinen Vetter auf den Bischofsstuhl brachte. Mit List undGewalt suchte er Meister über Genf zu werden. Mancher Genferdachte, es sei vergeblich, sich gegen den Herzog zu wehren. Die Frei-hcitsfreunde aber sagten: „Nein, lieber betteln und frei sein!" Siescharten sich um den edlen Philipp Berthelier und weigertensich standhaft, dein Herzog als Herrn zu huldigen. Berthelier starbdurchs Richtbeil. Beinahe wäre Genf dem Druck des Savoyers er-legen. Da fand es Hilfe bei den eidgenössischen Städten. Bernund Freiburg schlössen im Jahr 1526 ein Bnrgrecht mit Genf ab.Einen offenen Angriff aus die Stadt wagte der Herzog nicht mehr. Dafür