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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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IV. Fortgang der Revolution.

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IV. Jortgcrng dev Wevolution. Worn Königtumzuv Wepubtik. Aie Schreckenszeit.

(Herbst 1789 bis Sommer 1794.)

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1. Teurung. Ztevo-kulionsmänner. AreHklovertage 178».

Die Stadt Paris trat immer offener an dieSpitze der Revolution. Hier herrschte in dieserZeit gerade eine große Teuerung. Deshalbwimmelte es in den Straßen stets von hungern-dein Volk, das zu allem fähig war. Auf der andern Seite fehlte esaber auch nicht an entschlossenen Führern, die Tatkraft genug be-saßen, ihre verwegenen Pläne mit Hülfe desPöbels" zu verwirk-lichen. Sie bildeten verschiedene Vereine, worunter der Jakobiner-klub bald der mächtigste war. Der Advokat Robespierre ausArras, ein eitler, argwöhnischer Mensch, der kühne und entschlosseneDanton, der jugendliche Desmoulins und der verwegenste vonallen, der Zeitungsschreiber Marat, der später von CharlotteCorday erdolcht wurde, waren die Haupträdelssührer. Auch derHerzog Philipp von Orleans, ein Verwandter des Königs, eincharakterloser Mensch, spielte einige Zeit den Volksfreund. Am5. Oktober 1789 zog eine ungeheure Volksmenge bewaffnet nachVersailles and zwang den König und die Nationalversammlung, nachParis überzusiedeln. Ludwig XVI. nahm seinen Sitz in den Tui-l e r i e n.

s. " . k Am 14. Juli 1790, am Jahrestag des

- tzmigrant-n. Fluchtversuch - Bastlllensturms, fand aus dem Marsseld: des Königs. i bei Paris ein gewaltiges Fest statt.

... .400,000 Menschen, die Nationalversamm-lung, die Nationalgarde, der König und seine Angehörigen nahmendaran teil. In der Mitte stand der Altar des Vaterlandes. Vordemselben sprach Lafayette den Eid der Treue gegen das Volk. DerKönig und die Nationalversammlung wiederholten die Eidesworte.Dieser Festtag war jedoch nicht das Ende der Revolution. Längsthatten Hunderte angefangen, das Land zu verlassen. Die Brüderdes Königs, die vornehmsten Adeligen und unzählige Diener derKirche flohen nach allen Seiten ins Ausland, um mit Hilfe fremderSöldner und Fürsten die Revolution niederzuschmettern. In derNacht vom 20./21. Juni 1791 entfloh auch Ludwig XVI. mit seinerGemahlin und seinen Kindern. In einer sechsspännigen Kutsche