V. Die Siege Napoleon Bonapartes.
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V. Are Siege Wcrpoteon Monapartes.
Direktorium und Konsukat.
Er war der Sohn eines armen Edelmanns zu Ajacciv auf der Insel
1. Napoleons Keimst undIngendkeöen.
: Von keinem Menschen der neueren Zeit: ist so viel erzählt und geschrieben worden: wie von Napoleon Bonaparte.
Korsika. Dieses Eiland mit den hohen Bergen gehörte früher zur Repu-blik Genua. Napoleon stand im Knabenalter, als es von den Franzosenerobert wurde. Er war das dritte von acht Kindern. Früh verlor erden Vater; doch die Mutter, eine Frau von festem Willem, brachte dieFamilie in Ehren durch. Von ihr erbte der Knabe zähe Tatkraft undhohe Talente. Er verstand nur korsisch. Um das Französische zu erlernenund zum Soldaten erzogen zu werden, kam der Knabe nach Frankreich.Von der meerumrauschten Berginsel sah er sich in die weite Ebene derChampagne, in die Kriegsschule von Brienne, versetzt. Oft empfander bitteres Heimweh nach den Bergen Korsikas. Er war in der Schuleein guter Rechner, fleißig in Geschichte und Geographie, ein Knabe vonverschlossenem Gemüt, nur selten nahm er teil an den Spielen seinerMitschüler. Diese waren mit Taschengeld meist wohl versehen, währender keines besaß. Er las viel und nahm sich vor, einmal die Geschichteseiner korsischen Heimat zu schreiben. Er war damals noch ganz einKorse und haßte im Grunde die Franzosen. Dann besuchte er nocheine zweite Kriegsschule und kam nach Paris, wo er Leutnant derArtillerie wurde. Er diente hierauf einige Jahre als Offizier ineiner Garnisvnsstadt an der Rhone, von wo er öfters die Heimat be-suchte. Von seinem dürftigen Solde ließ er manchen Franken seinerMutter und seinen jüugern Geschwistern zufließen. Als die Revolutionausbrach, wurde er Anhänger der Jakobiner Partei und suchte auchseine Heimat für die republikanischen Ideen zu gewinnen. Er stelltesich an die Spitze der Bürgergarde in Ajaccio, allein die Korsen bliebenkvnigstrcu und verjagten ihn samt seiner ganzen Familie. Er warheimatlos geworden. Frankreich und ganz Europa wurde uun derSchauplatz seiner Taten, seines Nimmersatten Ehrgeizes.
: ^ T^ulön.^ war zur Zeit, da der „Schrecken" in Frankreich
: regierte. Die Engländer hatten die Seefestung
Tvulon eingenommen. Eine Revolutionsarmee belagerte die Stadt,um sie ihnen wieder zu entreißen. Hauptmann Bonaparte überreichteseinem Vorgesetzten einen Plan, wie man die Seesestung am besten ein-nehmen konnte. Mai: setzte den Plan ins Werk, und die Stadt wurdeeingenommen. Daraus erkannten die Schreckeusmänuer sein außerordent-liches Talent und machten ihn zum General. Nach dem Sturze Ro-bespierres saß Napoleon vorübergehend im Kerker. Allein am Oktober1795, erwies er der Republik einen zweiten unschätzbaren Dienst durchdie Unterdrückung des Rvyalistenaufstandcs in Paris. Er rettete
Gründer und Brugger. Geschichte. 18