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Zeitalter der großen Revolution bis 181S.
Landeshauptstadt war zuerst Aarau, dann Luzern, von 1799an war es Bern.
r. Die neuen Aandes-vehörden.
Der Widerstand derArkantoneund des Wastis.
Mitte April 1798 kam in Aarau das ersteschweizerische Parlament zusammen,d. h. die vorn Volk gewählten Gesetzgeber un-seres Landes. Sie teilten sich in zwei Räte,in den Senat und den Großen Rat. Ihrerstes Geschäft war die Wahl der schweize-rischen Regierungsräte, der fünf Direktoren. Diese bezeichneteneinige tüchtige Beamte als Minister, d. h. Vorsteher der einzelnenVerwaltnngsgebiete, z. B. des Kriegswesens, des Schulwesens usw.Die Direktoren ernannten alle Hähern Beamten, sie setzten über jedenKanton einen Regierungsstatthalter. Es fehlte auch nicht aneinem obersten Gerichtshof. So schien in dem neuen Staatalles wohl eingerichtet zu sein, und doch war es nicht so. An all deinNeuen hatte das Volk wenig Freude. Der Umschlag kain ihm zurasch und unvermittelt. Es mißtraute dein Geschenk der neuen Verfassnng, weil die Fremden es gebracht, die noch immer das Landberaubten und aussagen. Die innern Kantone vor allem vei>wünschten das „Ochsenbüchlein", welches ihre altgewohnten Lands-gemeinden aufhob. Sie fanden es merkwürdig, daß diese Fremdlingeden Söhnen Dells und Winkelrieös zeigen wollten, was Freiheit sei.. Auch glaubten sie, ihre katholische Religion stehe in Gefahr. DieUrschweizer. schickten keine Vertreter nach Aarau, sondern bereitetensich zum Aufstand vor.
Gleich den drei Waldstätten wollten auch Glarns, Zug und dasWallis die Einführung der neuen Verfassung mit den Waffen ab-wehren. Alois Reding übernahm den Oberbefehl über die Kriegerder Waldstätte. 80,000 Franzosen unter Schauen bürg rücktengegen sie vor. Zug ergab sich bald. Die Glarner kämpften mutigbei Mollerau, müßten sich aber zurückziehen und ergeben. DasSchwyzervvlklein war zum äußersten Widerstand entschlossen. Alleswaffnete sich; selbst Frauen spannten sich vor die Kanonen lind halfendie Gewehre laden. Redings sicher zielende Schützen ließen keinenFranzosen zur Schindellegi hereinkommen. Im Kriegsrat derSchwyzer hatte Pfarrer Herzog von Einsiedeln geprahlt, auch er wollefden Etzelpaß mit seinen Leuten halten bis zum letzten Blutstropfen.Als die Welschen anrückten, gab er den Etzel feige preis, und so