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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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Vorn Jahr 1848 bis zur Gegenwart.

äußerst wehrfähig gemacht. 11 Monate lang widerstand sie allen An-griffen. In furchtbar blutigem Ansturm erstiegen die Franzosen end-lich den festen Malak off-Turm und entschieden den Fall der Festung.Zar Nikolaus lebte nicht mehr. Alexander II. schloß mit der Türkeiund den Westmächten den Frieden von Paris 1856; er mußteauf das Schutzrecht verzichten, das Nikolaus beansprucht hatte. DieMoldau und Walachei erhielten Selbstverwaltung und vereinigtensich zu dem Staate Rumänien. Dieser nahm unter dem FürstenKarl I. von Hohenzollern (von 1866 an) einen großartigen Auf-schwung. Beim Friedensschluß von Paris führte Napoleon III. daserste Wort. Er galt damals als der mächtigste Mann in Europa.

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3. Der Ausstand derNoyalisten

im K1. Ncuenburq 1856.

Seit 1848 war die Schweiz ein ivahr-f haft selbständiger Staat geworden. Eswar wieder eine Freude und ein Stolz,den Schweizernamen zu tragen. Das Nationalgefühl erwuchs wiederzu einer Stärke, wie es bei den alten Eidgenossen gewesen war. Daszeigte sich deutlich im sogenannten Neueuburger Handel. Fried.Wilhelm IV. hatte noch nicht aus die Hoheitsrechte über Neuenburgverzichtet. Auch gab es in der Stadt Neuenburg und in einigenhochgelegenen Iuradvrfern immer noch viele Konigsanhängeroder Noyalisten. Einer der angesehensten unter ihnen, Graf Pour-talös, sammelte insgeheim eine Schar Bewaffneter und bemächtigtesich am 3. September 1856 des Schlosses von Neuen bürg. Ernahm die Staatsräte gefangen und pflanzte die preußische Fahneaus. Rasch sammelten sich die Republikaner, rückten zu Hundertenvon Chaux-de-Fonds und aus dem Traverstal heran. Am 4. Sept.erstürmten sie das Schloß, befreiten die Räte und machten nun ihrer-seits einige Hundert Noyalisten zu Gefangenen. Die meistenentließen sie wieder, nur die Schuldigsten blieben in Haft und solltensich vor dem Richter verantworten. Das Schicksal dieser Gefangenenging dem König Friedrich Wilhelm sehr zu Herzen. Sein Gesandterforderte beim Bundespräsidenten Stämpfli ihre Losgabe. Stämpflierwiderte, das könne nur geschehen, wenn der König auf seineHoheitsrechte verzichtet habe. Da mischte sich Napoleon insSpiel. Er stellte die gleiche Forderung und versicherte dem GeneralDüfour, den der Bundesrat nach Paris abgesandt hatte, er werde