V. Die neue Schweiz.
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V. Die neue Schweiz.Uulturfortschritte und Verfassungsänderungen.
1. Aas Verkehrswesen.: Vost und Hekegraph.Die Hisenbahnsrage.
Wie nach außen, so bewährte sich der neue: Bund seit 1848 auch nach innen. Jetzt konnten: sich alle Kräfte im Schweizervolk frei undreich entfalten. Das Bildungswesen, das Ge-
werbe und die Landwirtschaft, Handel und Verkehr machten in der zweitenHälfte des 19. Jahrhunderts ungemeine Fortschritte. Die erste Sorge desBundes wandte sich dem Verkehrswesen zu. Mit dem Jahr 1850trat die eidgenössische Post in Tätigkeit. Das Land^wurde in Pvstkreiseeingeteilt; einheitlicheTarife und Taxenwurden festgesetzt. Dieeidgenössischen Post-marken ersetzten diekantonalen. Innert20 Jahren wuchs dieZahl der versendetenBriefe von 15 auf 60Millionen. — Schonhatten alle Nachbar-lande ihre Telegra-phennetze. 1851 wurdedas Telegraphen -Wesen bei uns eben-falls vereinheitlicht.
Das erste StückleinEisenbahn aufSchweizerboden wurde1844inBetrieb gesetzt;
es führte von dem elsäßischen Grenzvrt St. Ludwig nach Basel. Die erstewirklich schweizerische Eisenbahn lief zwischen Baden im Aargau undZürich, sie kam 1847 zustande. Jetzt fragte es sich, ob der Bund denEisenbahnbau in der Schweiz zu übernehmen habe, oder ob man ihnden Kantonen und Eisenb ahngesellsch asten überlassen wolle.Man berief den Sohn des Erfinders der Lokomotive nach der Schweiz;Robert Stephensvn machte den Plan eines schweizerischen Eisen-bahnnetzes; andere Experten (d. h. sachkundige Mäuncrs berechneten dieKosten. Nur wenige Leute ahnten damals, wie wichtig uud notwendigdieses Verkehrsmittel einmal werden würde. Das Landvolk war derEisenbahn meist abgeneigt. Viele glaubten, die Lokomotive werde nurUnheil bringen, die Preise für die Landesprvdukte würden sinken, auchwürde der wachsende Verkehr den guten Sitten Schaden bringen.
llie erste Ichweizerilche Lilenbshn Ksäen-Liirich.