IX
sächlich nur ihrer Kultur wegen für unsere Jugend Bedeutunghaben, soll die Geschichte der Griechen und Römer den Mittel-punkt bilden, weil diese Völker „auf Staat und Bildung desVaterlandes den entschiedensten und unmittelbarsten Einfluß"gehabt haben. Dazu ist auch die Kenntnis der geographischenVerhältnisse Griechenlands und Italiens nötig (vergl. §§15und 30). — Im Mittelalter und in der Neuzeit muß fürden deutschen Schüler die deutsche Geschichte im Vorder-gründe stehen. Deshalb wurde hier die Geschichte der äußer-deutschen Reiche nur in soweit berücksichtigt, wie sie zum Ver-ständnis der vaterländischen dient.
Von diesem Gesichtspunkte aus ist manches Neue hinzu-gefügt, manches verändert oder fortgelassen worden. Dieerforderlichen Veränderungen waren nicht groß im Mittel-alter, größer im Altertum, am größten in der neueren Zeit,die für unsere Jugend ja auch am meisten Bedeutung hat.Hier ist z. B. der Abschnitt über die preußische Geschichtevollständig umgearbeitet worden (vgl. §§ 103 und 104 dervorigen und §§ 103—106 dieser Auflage), ein Verfahren,das durch die Ereignisse der letzten zwanzig Jahre gerecht-fertigt sein dürfte.
Die „synchronistische Übersicht der alten, mittleren, neuenund neuesten Geschichte" erschien mir für den Schulgebrauchnicht zweckmäßig und ist durch die Zeittafel ersetzt worden.Hierbei ist hinsichtlich der Namen und Zahlen Be-schränkung auf das dringend Notwendige beobachtetworden.
Bei der Durchsicht des Leitfadens bin ich bestrebt gewesen,Fremdwörter möglichst zu vermeiden. „Denn es ist vonbesonderer Wichtigkeit, daß die höheren Lehranstalten dieseunsere Sprache verunstaltende und unser Volk in den Augender Nachbarvölker herabsetzende Unsitte, soweit sie es irgend