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Dr. Joseph Becks Leitfaden beim ersten Unterricht in der Geschichte : in vorzugsweise biographischer Behandlung und mit besonderer Berücksichtigung der deutschen Geschichte
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reiches in Afrika, und Narses dies Land sich wieder unterwerfenkonnte. Aber bald darauf kam ein anderes deutsches Volk nachItalien, nämlich

e) die Langobarden, die unter ihrem Könige Alboin 568 fastdas ganze Land eroberten und Pavia in Oberitalien zum Sitzeihrer Herrschaft machten. Daher erhielt Oberitalien den NamenLangobardien, davon jetzt Lombardei.

f) das wichtigste Reich war das der Franken am Mittel- undNiederrhein. Über dasselbe herrschten mehrere Stammkönige. Einerderselben, Chlodwig (Ludwig), dehnte die Herrschaft der Frankendurch die Siege über den römischen Statthalter Syägrius beiSoissons (486) und über die Westgoten über fast ganz Gallienaus. Auch nahm er den Alemannen, welche von den Alpen bisZum Main wohnten, das Gebiet zwischen Main, Neckar uud Rheinnach einem harten Kampfe. Nachdem er die übrigen Stammkönigedurch Hinterlist und Mord beseitigt hatte, vereinigte er unter seinemZepter das ganze Frankenreich.

2. In der Schlacht gegen die Alemannen soll Chlodwig, alser die Seinigen vor dem Ungestüm der Alemannen weichen sah,zum Gotte der Christen um Hilfe gefleht und die Annahme deschristlichen Glaubens gelobt haben, wenn ihm der Sieg verliehenwürde. Infolge dies es Gelübdes ließ sich Chlodwig am Weihnachts-tage 496 zu Rheims mit vielen der Seinigen taufen. Durch dieAnnahme des Christentums ermöglichte er die Verschmelzung der er-obernden Franken mit den romanisierten Galliern.

3. Seine nächsten Nachkommen, Merowingcr genannt, warenthatkräftige Herrscher und machten das Reich der Burgunder, inMitteldeutschland Thüringen, in Süddeutschland Alemannien unddas westliche Baiern vom Frankenreich abhängig. Die späterenHerrscher aber waren schwach und verweichlicht, so daß sie ganz inVerachtung sielen und ihre ersten Minister, die sogenannten Haus-

meier, statt ihrer regierten. Einer von dies en, PippinPippin, der Kurze, wurde endlich von den Franken auf einerKönig der Reichsversammlung zu Soissons in ÜbereinstimmungFranken. mit dem Papste Zacharias, dessen Meinung man ein-geholt hatte, zum König erhoben (752). Der letzte Merowinger(Childerich lll.) ward von der Versammlung abgesetzt und in einKloster geschickt.

4. Bald daraus zog Pippin über die Alpen zum Schutze desPapstes gegen die Langobarden Er entriß diesen die Umgegendvon Ravenua uud schenkte diese Eroberung der römischen Kirche(Pippinsche Schenkung 755). So wurde der Papst weltlicherHerrscher, und es entstand der Kirchenstaat.

5. Indem auf solche Weise germanische Völkerschaften in demSüden und Westen von Europa sich niederließen, entstanden nach und