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Dr. Joseph Becks Leitfaden beim ersten Unterricht in der Geschichte : in vorzugsweise biographischer Behandlung und mit besonderer Berücksichtigung der deutschen Geschichte
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nach durch ihre Vermischung mit den früheren keltisch-römischenBewohnern dieser Länder neue (sogenannte romanische) Völker, wieFranzosen, Jtalier, Spanier, Portugiesen mit neuenSprachen und neuen Sitten. Nur im eigentlichen Deutschlanderhielten die Deutschen ihre Sprache und ihr Volkstum rein undunverfälscht. .

6. In die nördlichen und östlichen Länder Europas, dievon den Deutschen verlassen worden waren, wanderte aus Asien einanderer großer Zweig der arischen Völkerfamilie ein, die Slawen,von denen die Wenden zwischen Oder, Elbe und Saale am meistenin die deutsche Geschichte eingreifen (vergl. die Ortsnamen aus In,itz, ow). Seit dem fünften Jahrhundert nahmen die Slawen nachund nach alles Land vom Don bis zur Elbe und von der Ostseebis zum Adriatischen Meere in Besitz. Sie bestanden aus sehrvielen Völkerschaften mit besonderen Benennungen.

7. Die zunächst östlich von der Elbe wohnenden Slawen wurdenin harten Kämpfen nach und nach von den Deutschen unterworfenund durch Vermischuug mit diesen germanisiert, d. i., sie nahmenmit dem Christentum deutsche Sprache und deutsche Sitten an. Da-gegen gründeten die wichtigsten unter den reinen Slawen, die Polenund Russen, im östlichen Europa mächtige Reiche.

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Bonifatins, der Apostel der Deutschen.

1. Schon zur Zeit der Römer war durch diese das Christentumam Rhein und an der Donau bekannt geworden. In das InnereDeutschlands aber waren noch wenige Strahlen des göttlichen Lichtesgedrungen. Dagegen war in Irland und England das Christen-tum schon früh allgemein bekannt geworden. Namentlich hatte PapstGregor der Große (um 600) es durch römische Glaubensboten imReiche der Angelsachsen verkündigen lassen. Dadurch wurde dortfrüher als in den meisten Ländern Europas eine höhere Geistes-bildung hervorgerufen.

2. Von jenen Inseln kamen seit dem 7. Jahrhundert begeisterteMänner, die unter Entbehrungen und Verfolgungen in den dunklenWäldern unserer Heimat die Religion der Liebe verkündeten undnicht selten mit ihrem Blute besiegelten.

3. Zu jenen edlen Glaubensgenossen gehören die Jrländer: Fri-dolin, Kolumban und Gallus, der Gründer von St. Gallen,die in Alemannien auftraten; Kilian in Franken, Emmeran inBaiern, vor allen aber der Angelsachse Winfried (— Freunddes Friedens) oder Bonifatins, der vorzugsweise der Apostel derDeutschen genannt wird.

4. Winfried, um 680 in England geboren, widmete sich