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Dr. Joseph Becks Leitfaden beim ersten Unterricht in der Geschichte : in vorzugsweise biographischer Behandlung und mit besonderer Berücksichtigung der deutschen Geschichte
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schon früh dem geistlichen Stande und zeichnete sich bald durch wissen-schaftliche Studien und Festigkeit des Charakters vor andern aus.Schon früh fühlte er in sich den Beruf, die Segnungen des Evan-geliums in die alte Heimat seines Volkes zu bringen, und führte ihnmit bewunderungswürdiger Begeisterung und Beharrlichkeit aus.

5. Zuerst trat er unter den Friesen aus, dann mit mehr Er-folg unter den Hessen. Täglich mehrte sich die Zahl der Gläubigen,besonders als er bei Geismar (unweit Kassels) die dem Donnergottegeheiligte Eiche umhieb, um dem staunenden Volke die Nichtigkeitseiner Götter zu zeigen.

6. Bald wurden unter seiner Leitung Kirchen, Schulenund Bistümer in vielen Gegenden Deutschlands, wie zu Fulda,Würzburg, Regensburg, eingerichtet. Er selbst aber wurdezum Erzbischofe von ganz Deutschland ernannt und hatte seinen Sitzzu Mainz. Die niederen Geistlichen unterstellte er den Bischöfen unddiese wieder dem Papste, wodurch er dessen Macht im Abendlandesehr vermehrte und befestigte.

7. Aber von einem inneren Rufe unwiderstehlich fortgezogen,machte er sich selbst im hohen Alter noch auf, um mit einigenFreunden das Evangelium unter den noch meist heidnischen Friesenan der Küste der Nordsee zu verkünden.

—— 8. Er gewann auch dort viele für das Evangelium,

R - erbitterte aber auch die Anhänger des Götzendienstes.

Einst wurde er von einer Schar bewaffneter Heidenüberfallen. Bonifatius verbot den Deinigen die Gegenwehr, ermähntesie zum Frieden und die nicht zu fürchten, welche nur denLeib töten, der Seele aber nicht zu schaden vermöchten.Ruhig überließ der 75jährige Greis sich dann den Streichen derMörder (754). Der Körper des Märtyrers wurde nach dem vonihm gestifteten Kloster Fulda gebracht.

§ 62.

Das Mönchtmn.

1. Schon vor der Erscheinung des Christentums gab esmanche, welche Entfernung von dem Leben der Welt für den sicherstenWeg hielten, um auch von der Sünde sich fern zu halten und zueiner inneren Gemeinschaft mit Gott zu kommen.

2. Solche Ansichten kamen besonders während der Christenver-folgungen bei vielen in Ägypten auf. Daselbst war der heil.Anton lus um 300 nach Chr. der erste christliche Einsiedler inder Wüste zwischen dem Nil und dem Roten Meere. Man nannteihn, und die ihm folgten, Mönche (d. i. Einfamlebende). Später ver-einigten sich mehrere derselben zu einem gemeinschaftlichen Lebenin einem Hause und gelobten Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam