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ganz Vorderasien vorherrschend wurden, zerfiel das Kalifat inmehrere meist schnell wechselnde Herrschaften.
§ 64.
Karl der Große.
1. Im Reiche der Franken folgten im Jahre ^ -
7K8 Pippi» dem K^z-n dessen zwei Söhne' Karl der Srohe,
Karl der Große und Karlmann. Der letztere -l—
starb jedoch schon bald, worauf Karl mit Einwilligung der Großenalleiniger Herrscher des Reiches wurde.
2. Karl der Große war ein Mann von ausgezeichneter Geistes-und Körperkraft, der mit vieler Einsicht und unermüdlicher Thätigkeitdurch sein ganzes Leben ein schönes und großes Ziel erstrebte. Erwollte die deutschen Völkerschaften zu einem Reiche vereinen unddurch Ausbreitung des Christentums die Gesittung unter ihnenfest begründen. Dieses Ziel hatte er bei seinen Kriegen und beiseinen übrigen Handlungen im Auge.
3. Sein erster Krieg war gegen die noch heidnischen Sachsengerichtet, die nordöstlichen Grenznachbaren der Franken, mit denen dieseschon früher öfters in Fehde gelegen hatten. Nach einem hartnäckigen,oft unterbrochenen Kampfe (772—803) wurden die Sachsen, nach-dem ihr tapferer Herzog Wittekind sich hatte taufen lassen, zurUnterwerfung und zur Annahme des Christentums gezwungen. Zudessen Befestigung gründete Karl Bistümer, z. B. Osnabrück,Bremen, Halberstadt. Jedoch sollten die Sachsen mit den Frankengleichberechtigt sein und unter ihren eigenen Gesetzen leben, aberZehnten zur Unterhaltung der Schulen und Kirchen zahlen.
4. Ebenso wurden während des Sachsenkrieges die Lango-barden in Italien (774) unterworfen. Karl wurde König derLangobarden. Auch Baiern wurde mit dem Frankenreiche vereinigt.
Ferner besiegte Karl die Slawen östlich von der Elbe undSaale und machte in einem Kriege mit den Dänen die Eider zurGrenze zwischen diesen und den Deutschen. — In Spanienwurden die Araber bis zum Ebro zurückgedrängt. Aber die Nach-hut des fränkischen Heeres unter Rolands Führung wurde im ThaleRoncesvalles überfallen und vernichtet. Erst Karls Sohn gewannspäter den Nordosten der Halbinsel.
5. So hatte Karl der Große ein mächtiges Reichgegründet, das von der Elbe und Raab bis zum Atlan-tischen Ozean, von der Eider bis nach Spanien undnach Mittelitalien reichte und an das frühere römischeerinnerte. Zu solcher Macht fügte er den Titel, indem er sich amWeihnachtsfeste 800 zu Rom in der Peterskirche von Papst Leo III.
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Karl d. Gr.römischerKaiser.