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gegen den Vater verleiteten. Durch List brachte er diesen in seineGewalt und behandelte ihn wie einen Gefangenen. Zwar entkamder Vater wieder; aber solche Unthat brach ihm das Herz. Er starbzu Lüttich (1106) bei einem treuen Freunde, dem dortigen Bischof,zu welchem er sich geflüchtet hatte. Die Leiche des Kaisers wurdein einer Kirche daselbst feierlich bestattet, mußte aber, weil Heinrichim Banne gestorben sei, wieder ansgegraben werden. Sie wurdenach Spei er gebracht, wo sie fünf Jahre lang in einer noch unge-weihten Kapelle stand, bis endlich der Bann gelöst wurde und mander kaiserlichen Leiche im Dome zu Speier die Ruhe des Grabes gönnte.—13. Unter seinem Sohne und Nachfolger, Hein-112^ rich V. (1106—1125), wurde der große Kirchenstreitformier einen Vertrag mit dem Papste zu Worms (1122)
' entschieden. Die Bischöfe wurden von der Geistlichkeit,-aber in Gegenwart des Kaisers oder dessen Stellver-treters gewählt. Der Kaiser sollte durch das Zepter den Gewähltenmit den zu seinem Kirchenamte gehörigen weltlichen Gütern belehnen.Mit Heinrich V. erlosch das fränkische Kaiserhaus.
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Die Krenzzüge. Gottfried von Bouillon.
1. Von jeher war den Christen der Ort teuer und heilig, woderjenige lehrte und wandelte, der für das Heil der Welt starb.Daher geschahen schon früher Wallfahrten nach dem heiligen Lande,besonders seitdem die Kaiserin Helena, Konstantins des GroßenMutter, zu Jerusalem die Kirche des heiligen Grabes hatteerbauen lassen.
2. Die Araber, die den Römern das Land entrissen und 637Jerusalem eroberten, hinderten diese Besuche der Christen nicht, dasie selbst die Stadt als heilig verehrten. Als aber um 1070 Jeru-salem in die Gewalt der Seldschucken, eines rohen Türken-stammes, fiel, quälten und mißhandelten diese die Christen aufjegliche Weise.
3. Laut klagten hierüber die heimkehrenden Pilger und fordertenimmer dringender ihre Mitchristen auf, dem Unrechte zu steuern unddas heilige Land den Ungläubigen zu entreißen. Der Papst selbstforderte auf der Kirchenversammlung zu Clermont in der Auvergne(1095) die Gläubigen zur Teilnahme an dem heiligen Unternehmenauf, denn es sei besser, zu sterben als der Brüder Unter-gang länger zu dulden. Solche Worte des Papstes erhöhtendie kriegerisch-religiöse Begeisterung. Viele Tausende hefteten sichauf ihre rechte Schulter ein rotes Kreuz („Kreuzfahrer"), um sichdadurch zur Teilnahme an dem Zug nach dem heiligen Lande zuverpflichten.