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1118) und der deutschen Ritter (seit 1190). Mit den dreiMönchsgelübden, Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam, verbanden sieihre Ritterpflichten, vor allen Pflege der Kranken, Verteidigung undUnterstützung der Hilfsbedürftigen, insbesondere der Pilger zum heiligenGrabe und unablässigen Kamps gegen die Sarazenen.* *
§ 73.
Das schwäbische Kaiserhaus oder die Hohenstaufen, 1138—1254.
1. Das ausgezeichnetste deutsche Herrscherhaus im zwölften unddreizehnten Jahrhundert ist das der Hohenstaufen. Es hatte seinenfrühesten Sitz in dem schwäbischen Dorfe Buren und führte seinenNamen von einer Burg, welche Friedrich, der Stammvater diesesGeschlechtes, auf dem Hohenstaufen, einem der Kegelberge derRauhen Alb, im fetzigen Königreich Württemberg, erbaut hatte.
2. Von Kaiser Heinrich IV. erhielt sein gleichnamiger Sohn
zum Lohne für seine treue Anhänglichkeit nach der Ächtung des Gegen-kaisers Rudolf das Herzogtum Schwaben (1080) und des KaisersTochter Agnes zur Gemahlin. Von den zwei Söhnen aus dieserEhe folgte der ältere. Friedrich, im Herzogtum Schwaben, währendder jüngere, Konrad, von dem kinderlosen Kaiser Heinrich V. mitdem Herzogtum Franken belehnt wurde. Auf solche Weise war dasGeschlecht der Hohenstaufen zu Macht und Ansehen gelangt. Nachdem Anssterben des fränkischen Kaiserhauses erhoben dessen Erben,die Hohenstaufen, Ansprüche auf den Thron. Doch wurde durchgeistlichen Einfluß der Herzog Lothar v on Sachsen -
gewählt. Nach dessen Tode aber kam mit Konrad III., "vv. j V
dem Herzoge von Franken, durch Wahl der Fürsten ----
das Haus der Hohenstaufen auf den deutschen Thron.
3. Unter den Hohenstaufen erlebte Deutschland seine glän-zendste Zeit, aber auch viel Hader und Kampf. Denn als Gegnerder Hohenstaufen traten die ebenfalls aus Schwaben stammenden
Malteser genannt wurden. Napoleon I. nahm ihnen 1798 die Insel —Der Orden der Te mpelherren, von französischen Rittern gestistet, wurdeso benannt, weil ihr Haus nahe am Tempel Salomons stand. — Diedeutschen Ritter gingen aus einer wohlthätigen Stiftung einiger Kaufleuteaus Bremen hervor, die der edle Friedrich von Schwaben, Sohn KaiserFriedrichs des Rotbarts, bei der Belagerung von Akkon zu einemOrden gestaltete (1190). Der Hauptsitz des Ordens war seit 1309 Marien-burg in Preußen, welches heidnische Land sie in harten Kämpfen er-obert hatten und dann durch Aufnahme deutscher Ansiedler dem Deutschtumgewannen.
* Sarazenen („die im Osten Wohnenden") ist eigentlich Benennungder arabischen Wanderstämme oder derBedu in en, dann der Muham-med an er überhaupt im Morgenlande im Gegensatz zu den christlichenFranken, besonders endlich der Mnhammedaner in Spanien undS ü d i t a l i e n.