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Dr. Joseph Becks Leitfaden beim ersten Unterricht in der Geschichte : in vorzugsweise biographischer Behandlung und mit besonderer Berücksichtigung der deutschen Geschichte
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und als Herzöge von Baiern und Sachsen mächtigen Welsen,besonders Lothars Schwiegersohn, Herzog Heinrich der Stolze,und dessen Sohn, Heinrich der Löwe, auf, indem sie ebenfalls nachdem Besitze des Thrones trachteten. Ferner wollten die lombar-dischen Städte und die Päpste den Einfluß und die Herrschaft derDeutschen in Italien ganz vernichten.

4. So entstanden zwei große feindliche Parteien, welche sichin Deutschland und Italien Jahrhunderte lang aufs hartnäckigstebekämpften, die kaiserlich Gesinnten oder Waiblinger (in ItalienGhibellinen), so genannt von einer Burg der Hohenstaufen inSchwaben, und die päpstlich Gesinnten oder Welsen (in ItalienGuelfen).

8 74.

Konrad III.

1. Konrad (1138—1152) begann sofort den Kampf gegendie welfische Macht. Er besiegte die Welsen, welche sich 1142 mitihm aussöhnten. Doch wurde die Nordmark, welche Lothar anAlbrecht den Bären aus dem Geschlechte der Askanier gegebenhatte, von dem Herzogtum Sachsen unabhängig. Albrecht erobertebald dazu das Land um die Havel und nannte sich zuerst Mark-graf von Brandenburg.

2. Während seines Streites mit den Welsen belagerte Konraddie welfische Stadt Weinsberg in Schwaben und brachte die durchHunger gequälten Bewohner in große Bedrängnis, aus welcher diesedie „Weibertreue" rettete.

3. Konrad mischte sich nicht in die italischen Wirren, sondernsorgte im Reiche für Ordnung und Wohlfahrt. 1147 unternahm erden erfolglosen zweiten Kreuzzug. Er empfahl großmütig dendeutschen Fürsten für seinen siebenjährigen Sohn seinen NeffenFriedrich von Schwaben.

§ 75.

Friedrich Barbarossa.

. ' 1. Auf Kaiser Konrad folgte sein Neffe Frie-

drich I., der Rotbart (Barbarossa) (1152—1190),' ^ nch —- xin Einsicht und Thatkraft ausgezeichneter Herrscher.Seine meiste Zeit mußte er jedoch in fortwährenden Kämpfen mitden lombardischen Städten hinbringen, die nach Freiheit undnationaler Unabhängigkeit strebten. An ihrer Spitze stand das mäch-tige Mailand.

2. Denn Friedrich, durch römische Rechtsgelehrte verleitet,wollte die fast unbeschränkten Herrschaftsrechte der alten römischenKaiser wiederherstellen, um den Glanz des Kaisertums zu erhöhen.Dadurch kam er mit den lombardischen Städten, in denen sich bereits