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mit der Erbin von Neapel und Sizilien in Italien empfangenwurde.
8. Da verbreitete sich die Schreckenskunde im Abendlande, daßder mächtige Sultan Saladin von Ägypten Jerusalem erobert
habe. Sofort sammelte Friedrich ein großes Heer und^ ^ . drang siegreich in Asien vor, fand aber 1190 im Flusse
^-Saleph in Kilikien ein jähes Ende. Die Pilger weinten
um den großen Kaiser wie um einen Vater. Seine Gebeine wurdenzu Tyrus begraben, er selbst aber lebte fort in der Liebe und Sage*des deutschen Volkes.
9. Des Kaisers zweiter Sohn, Herzog Friedrich vonSchwaben, führte nun das durch Kämpfe und Krankheiten geschwächteHeer zur Belagerung von Akkon oder Ptolemais, wo er aber baldan einer Seuche starb. Unordnung, Krankheiten und Not jeder Artvereitelten überhaupt das ganze Unternehmen.
10. Eben so erfolglos blieb der Kreuzzug, den zu gleicher Zeitdie Könige Richard Löwenherz von England und Philipp II.von Frankreich unternommen hatten, ungeachtet der wunderähnlichenTapferkeit Richards. Nur freie Wallfahrt für die Pilger nachJerusalem konnte dieser in einem Waffenstillstände von Saladinerhalten. .
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Ausgang der Hohenstanfen.
1. Friedrichs Sohn und Nachfolger Heinrich VI. (1190bis 1197) sicherte durch Thatkraft und Härte seine Herrschaft inDeutschland und seinen Erblanden Neapel und Sizilien. Die deutscheKönigskrone in seinem Hause erblich zu machen, hinderte ihn seinfrüher Tod.
2. Die zwiespältige Wahl des ritterlichen Philipp von Schwa-ben und des herrischen Otto IV. von Braunschweig rief einenzehnjährigen Bürgerkrieg zwischen Staufen und Welsen hervor.Derselbe erneuerte sich, als bald nach Philipps Ermordung (1208)der Sohn Kaiser Heinrichs VI. und Zögling des klugen undgewaltigen Papstes Jnnocenz III., Friedrich II., zum Gegen-kaiser gewühlt wurde. Otto starb verhaßt und verlassen auf derHarzburg.
3. Der durch Einsicht und Heldenmut ausgezeichnete Friedrich II.(1215—1250) opferte die deutschen Interessen seinen ErblandenNeapel und Sizilien, die er aufs vortrefflichste ordnete. Seine
* Nach dieser sitzt der große Kaiser schlafend an einem steinernen Tischein den Gewölben des Schlosses Kyffhäuser in der Goldenen Au Thüringens,bis ihn die Not des deutschen Vaterlandes dereinst als Retter zum Er-wachen ruft.