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sein ausschließliches Waffenrecht. An die Stelle der nur sür denNahkamps geeigneten Ritterheere traten die mit der neuen Feuer-waffe ausgerüsteten Söldnerheere und später sür diese die stehen-den Heere.
5. Eine andere wichtige Erfindung ist die des Kompasses,dessen Gebrauch der Jtalier Flavio Gioja, Bürger in der da-mals blühenden Handelsstadt Amalsi in Unteritalien, im Anfangdes 14. Jahrhunderts näher kennen lehrte. Sie wurde für die Er-weiterung unserer Kenntnis von der Erde äußerst wichtig, weil da-durch erst Fahrten ins offene Weltmeer und infolge dessen diegroßen Entdeckungen möglich wurden.
§ 84.
Johann Gntenberg. Die Buchdrnckerkunst.
1. Eine der segensreichsten aller Erfindungen ist die Buch-druckerkunst durch den Deutschen Johann Gutenberg. Früherkannte man nur geschriebene Bücher oder Handschriften (Ma-nuskripte). die sehr kostspielig waren. Eine einzige Bibel kam auf2—3000 Mark zu stehen. Daher konnte fast nur der Reiche sichdie Mittel zur geistigen Bildung verschaffen. Erst durch die Buch-drnckerkunst ist es möglich geworden, jene nach und nach zu einemGemeingute der Menschen zu machen.
2. Früher schrieb man auf teils mehr kostbare, teils wenigerdauerhafte Stoffe, wie auf die weichen Häute der ägyptischen Pa-pyrusstaude (ein schilfartiges Snmpfgras), auf ungegerbte Tier-häute oder Pergament*, auf Wachstafeln, endlich auf Baum-wollenpapier, dessen Bereitung die Chinesen schon vor ChristiGeburt kannten. Von ihnen lernten es die Araber kennen, durchwelche der Gebrauch dieses Papiers auch im Abendlande bald allge-mein wurde. In Deutschland wurde im Anfange des 14. Jahrhun-derts die Bereitung des Papiers aus leinenen Lumpen erfunden.
3. Vorbereitet wurde die Erfindung der Buchdruckerkunstdurch die Holzschneidekunst. Der Holzschnitt bestand darin,daß man Heiligenbilder und Spielkarten, bald auch einzelne Sprücheund Sätze auf Holzplatten zeichnete und die Zweischenräume so heraus-schnitt, daß die Bilder und Buchstaben erhaben schienen. Diese er-habenen Stellen wurden dann mit Farbe überzogen und aufPapier abgedruckt. Schon Lore uz Kost er zu Hartem hatte (seit1420) ganze Seiten auf Holzplatten eingeschnitten und abgedruckt.
* Die Kunst, ungegerbte Tierhäute durch Beizen und Glätten zumSchreiben zuzubereiten) kommt schon in sehr alter Zeit bei verschiedenenVölkern vor. Seit 300 vor Chr. wurde die Stadt Pergamum in Klein-asien ein Hauptsitz dieser Kunst, wovon dies Schreibmittel den Namen Per-gament führt.