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Dr. Joseph Becks Leitfaden beim ersten Unterricht in der Geschichte : in vorzugsweise biographischer Behandlung und mit besonderer Berücksichtigung der deutschen Geschichte
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Maria Theresia besonders durch Hilfe der treuen Ungarn im ganzenglücklich. Sie mußte im Frieden zu Aachen bloß von den italischen Be-sitzungen die Fürstentümer Parma und Piazenza an einen spanischenPrinzen abtreten.

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Der siebenjährige Krieg.

1. Die Ruhe dauerte indessen nur wenige Jahre. Denn MarraTheresia konnte das ihr gewaltsam entrissene Schlesien nicht ver-gessen, zumal dasselbe unter Friedrichs vortrefflicher Verwaltungschnell emporblühtc. Auch war das aufstrebende Preußen einGegenstand des Hasses und Neides anderer Höfe geworden. Es kamdaher insgeheim ein großer Bund zwischen Österreich, Frankreich,Rußland und Sachsen gegen Preußen zustande. Dieses fand nuran England und einigen kleinen deutschen Fürsten Unterstützung gegenso viele Feinde. „Um nicht angegriffen zu werden, faßte Friedrichden Gedanken, selbst anzugreifen."

, . — - — - So wurde der siebenjährige Krieg (1756

" 77 ^. o bis 1763) hervorgerufen, in welchem Friedrich^^Krreg ^ sich als einen der größten Feldherrn aller Zeiten

--- gezeigt hat. Denn wiewohl er gegen halb Europa

zu kämpfen hatte, ging er doch als Sieger aus dem Kampfe hervor.

2. Friedrich sah nur Rettung im schnellen Angriff. Er fiel noch1756 in Sachsen ein. Das sächsische Heer wurde gefangen genommenund das Land besetzt. Im Jahre 1757 drang Friedrich in Böhmenein, wo ihm im Mai Schw erins Heldentod den Sieg bei Prag sicherte.Doch wurde Friedrich bald darauf von Dann bei Kollin (östlich vonPrag) vollständig geschlagen, infolgedessen er Böhmen räumen mußte.

3. Diese Niederlage war das Zeichen zum Losschlagen für Frie-drichs Feinde, denen sich das Reich und die Schweden ange-schlossen hatten. Die Russen besiegten den Feldmarschall Lehwaldbei Großjägerudorf*, während die Franzosen bis über die Weservorgedrungen waren, den Herzog von Cumberland an der Wesergeschlagen und zum schimpflichen Vertrage von Kloster Zeven**gezwungen hatten. Doch jagte Friedrich mit Hilfe seines kühnenReitergenerals Seydlitz ein französisches Heer und die „eilendeReichsarmee" durch den leichten Sieg bei Noßbach*** (5. Nov.)auseinander. Dann eilte er nach Schlesien zurück und schlug mitder „Potsdamer Wachtparade" die Österreicher unter Anwendung derschiefen Schlachtordnung bei Leuthenff (5. Dez., „Choral von Leuthen")vollständig aufs Haupt, wodurch er sich Schlesien wieder sicherte.

4. Die englische Regierung hatte die Zevener Abmachungen nichtanerkannt, sondern ein neues Heer aufgestellt, dem Friedrich den

* Östlich von Königsberg. ,** Nordöstlich von Bremen.

*** In Sachsen, südwestlich von Halle, -f Westlich von Breslau.