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Siegeslied der Deutschen. Am ld. Juli, dem Todestage seinerMutter, erneuerte König Wilhelm den Orden des Eisernen Kreuzeszum Lohne der Tapferkeit.
16. Aus das herrlichste bewährte sich die deutsche Treue desSüdens. Entgegen den Erwartungen Napoleons, der wenigstensauf dessen Parteilosigkeit gerechnet hatte, ließen Baden, Baiernund Württemberg ihre Heere kriegsbereit machen und stellten sieunter den Oberbefehl des Königs von Preußen. So war das ganzeVolk unter Preußens Führung geeint und zog einmütig in den Krieggegen den mächtig dräuenden Erbfeind.
d. Der Krieg bis zum Sturze des Kaisertums.
1. Bald zeigten sich die großen Vorzüge der preußischenWehrverfassung, wie sie durch König Wilhelm mit Hilfe seinesKriegsministers Roon ihre weitere Ausbildung erhalten hatte, inglänzendster Weise. Schon elf Tage nach der Kriegserklärung standeine deutsche Streitmacht von 480 000 Mann kriegsbereit am Rheine,um nach dem Plane Moltkes die feindlichen Grenzen getrennt zuüberschreiten und in Feindesland vereint die Entscheidungsschlachtenzu schlagen. Sie war in drei Heere eingeteilt: das erste unterGeneral Steinmetz sammelte sich um Koblenz, das zweite unter demPrinzen Friedrich Karl bei Mainz, das dritte (darunter sämtlicheSüddeutschen) unter dem Kronprinzen Friedrich Wilhelm vonPreußen um Landau.
2. Dem Könige Wilhelm als Oberanführcr stand sein geist-voller Kriegsmeister Graf Moltke zur Seite. Von diesem Leiterdes großen Generalstabes gingen hauptsächlich die tiesdurchdachtenPläne aus, die von einer Reihe vorzüglicher Generale und tüchtigerFührer ausgeführt wurden. Dadurch sind im Vereine mit der helden-mütigen Tapferkeit und Ausdauer der Truppen überhaupt die raschenund beispiellosen Erfolge der deutschen Waffen in diesem thatenreichenund schweren Kampfe mit den sieggewohnten Heeren Frankreichshauptsächlich herbeigeführt worden.
3. Der französische Kriegsminister hatte prahlerisch erklärt,Frankreich sei „erzbereit". Aber die Rüstungen waren noch langenicht fertig. Deshalb ging der Aufmarsch so langsam von statten,daß Napoleon seinen Plan, in Süddeutschland einzufallen, aufgebenmußte. Er mußte sich begnügen, die schwach verteidigte Stadt Saar-brücken zu besetzen (2. August). In dieser „Schlacht" erhieltNapoleons Sohn ,Lulill die Feuertaufe. In großartiger Weise wurdedieser „Sieg" in Paris gefeiert.
4. Den Siegeslauf der deutschen Waffen eröffnete das Süd-heer unter dem Kronprinzen Friedrich Wilhelm. Ihm stand