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Auszug aus der alten, mittleren und neueren Geschichte / Karl Julius Ploetz ; neu bearbeitet von Friedrich Kähler
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62
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Alte Geschichte, Griechen.

gen ein, die durch spartanische Statthalter (Harmosten) überwacht;werden, erscheint dann mit seiner Flotte vor dem Peiraieus, während, 1die Landtruppen unter den beiden spartanischen Königen Agis und*Pausanias Athen von der Landseite einschließen. Unterhandlungen:

durch Theramenes. Endlich erzwingt der Hunger die!

vor Chr.

404. Übergabe Athens. Ende des Krieges.

(Frühjahr.) Die Mauern des Peiraieus und die langen Mauernzwischen Stadt und Häfen werden teilweise nieder-gerissen. Anerkennung der spartanischen Hegemonie, Verzicht aufalle auswärtigen Besitzungen, Auslieferung der Kriegsschiffe bis auf12. Nach Annahme dieser Friedensbedingungen wird unter Lysan-ders Einfluß die Neuordnung des Staates dreißig Männern deroligarchischen Partei (Tyrannen) übertragen.

Folgen des Peloponnesisehen Krieges: 1. Dauernde Zer-splitterung des Griechen Volkes, Beginn seines politischen Nieder-ganges, erfolgreiche Einmischung des Auslandes (Persien, Make-donien). 2. Sparta ist mit persischer Hilfe wiederum im Besitztder Hegemonie; aber die Bürger sind durch Auflösung der alt-spartanischen Zucht entartet. 3. Athen, die Siegerin über des'persischen Nationalfeind, ist gedemütigt, hat jedoch noch Kraftlzu neuer Erhebung und bleibt trotz des Verfalls der alten Zuchtund Sitte, des Handels und des Wohlstandes die geistige Haupt-stadt Griechenlands.

§ 11. Makedoniens Emporkommen.

Da Sparta seine Hegemonie gegen die Abneigung der änderetStaaten, besonders gegen das aufstrebende Theben nicht behauptetkann, brechen neue Kriege unter den griechischen Staaten auft,bis sie alle ohne Unterschied der Herrschaft Makedoniens untertat!werden, das schon unter den Königen Perdikkas II. (454—413),und Archeläos (413—399) allmählich erstarkt war, dann aber bit.zum Regierungsantritt Philipps 359 unter Thronstreitigkeiten zvleiden hatte.

404—403. Herrschaft der Dreißig in Athen.

Sie nehmen eine spartanische Besatzung in dtfAkropolis auf, verhängen Verbannung und Hinrichtung über miß"liebige Bürger, die von Angebern (Sykophanten) angeklagt sindTheramenes, der als Mitglied der Dreißig zur Mäßigung rät, wir®auf Betreiben des leidenschaftlichen Kritias ebenfalls hingerichtet» |Darauf sammelt ThrasylmJos die aus Athen entflohenen Anhänge*,der Demokratie in Theben, besetzt mit ihnen die Bergfeste PhlT.im Pamesgebirge, schlägt die Truppen der Dreißig und bemächtig-sich der Hafenstadt Munychia (403); Kritias fällt. An StelleDreißig wählen die Bürger in Athen 10 gemäßigtere OligarchedUnter Vermittelung des Spartanerkönigs Pausanias kommt 0,0