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Auszug aus der alten, mittleren und neueren Geschichte / Karl Julius Ploetz ; neu bearbeitet von Friedrich Kähler
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Alte Geschichte, Griechen.

Arrhidaios (t 317) und seinen nachgeborenen Sohn von der RoxaneAlexander (t 311). Die Verwaltung Makedoniens und seiner Neben-länder führen Antipäter und Krateros. Auch die übrigen Feld-herren erhalten Statthalterschaften, namentlich Ptolemaios: Ägyp-ten-, Antigonos: Groß-Phrygien, Pamphylien und Lykien; Eume-nes, Alexanders Geheimschreiben Paphlagonien und Kappadokien,die er erst erobern soll; Leonnätos (f 322): das hellespontischePhrygien; Lysimachos : Thrakien. Der Plan des Perdikkas, sichselbst zum Könige zu machen, durch ein Bündnis der meistenübrigen Feldherren gegen ihn vereitelt; er wird auf einem Zugegegen Ptolemaios von seinen eigenen Truppen getötet.

vor Glir.

321. Antipäter Reichsverweser; neue Verteilung der Statt-halterschaften, wobei Seleukos die Satrapie Babylonerhält. Krieg zwischen Antigonos und. Eumenes.

319. Polysperchon Reichsverweser, gelangt zu keinem An-sehen. In den fortdauernden Kämpfen siegt Anti-gönos in Kleinasien über Eumenes; Kassander, Antipaters Sohn,gewinnt die Herrschaft in Makedonien, läßt Alexanders MutterOlympias töten und vermählt sieh mit Alexanders SchwesterThessalonike, gründet ihr zu Ehren eine schnell aufblühendeHandelsstadt (jetzt Saloniki).

Da Antigonos das ganze Reich unter seine Botmäßigkeit bringenwill, so entsteht ein

315301. Krieg zwischen Antigonos und den übrigen Statt-haltern.

Antigonos und sein Sohn Demetrlos Poliorketes (der Städte-belagerer) nehmen 306 den Königstitel an. Diesem Beispielefolgen Ptolemaios, Seleukos, Lysimachos, Kassander 1 ). Demetrlosbelagert 304 vergeblich die feste Stadt Rhodos, sucht dann sichin Griechenland festzusetzen.

301. Schlacht bei Ipsos (in Phrygien).

Antigonos fällt, sein Sohn Demetrlos entflieht undführt mehrere Jahre lang ein abenteuerliches Freibeuterleben.

In Asien für die nächste Zeit Friede; in Europa dauern dieKämpfe fort. Nach Kassanders Tode (297) bemächtigt sich Deme-trios der Herrschaft in Makedonien, wird aber 287 vertrieben undstirbt als Gefangener in der Gewalt des Seleukos in Syrien. SeinSohn AntigÖnos Gonätas behauptet sich nach wechselvollenKämpfen im Besitz Makedoniens.

Aus dem Weltreich Alexanders d. Gr. bilden sich drei großeMonarchien (Ägypten, Syrien, Makedonien), in denen Griechisch

x ) Seit dieser Zeit wurde es üblich, nach persischer Sitte dasBildnis des Königs auf die Münzen zu prägen. Auf den MünzenAlexanders d. Gr. erscheinen noch nach dem älteren Brauch Götter-bilder (Zeus, Athene, Herakles).