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Auszug aus der alten, mittleren und neueren Geschichte / Karl Julius Ploetz ; neu bearbeitet von Friedrich Kähler
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115
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Marius und Sulla.

115

vor Chr.

113—101. Krieg gegen die Cimbern und Teutonen.

, Der germanische Stamm der Cimbern, von Norden

“ er aus dem GimJbrischen Chersones (Schleswig und Jütland) aus-wandernd, dringt in die Alpengegenden ein, schlägt 113 bei Noreja(Neumarkt in Steiermark) den Konsul Cn. Papirius Carbo, wendet®ich darauf nach Westen dem Rhein zu, überschreitet diesen Strom(^11) und schlägt 109 in Gallien den Konsul M. Junius Silanus.Große Niederlage zweier römischer Heere 105 bei Arausio (Orange)?? der Rhone. Gewaltiger Schrecken in Rom; die Volkspartei setztur 104 die Erwählung des Marius zum Konsul durch; er rüstetPjj. während die Cimbern nach Spanien ziehen, in der 'Provinzallia Narbonensis zur Abwehr.

Die Cimbern, nach Gallien zurückgekehrt, vereinigen sich mitem gleichfalls germanischen Volke der Teutonen und mit helve-s chen (keltischen) Stämmen, namentlich den Tigurinern. EinbruchItalien beschlossen; die Cimbern und Tiguriner eilen nacharnten, um von Norden her die Ostalpen zu überschreiten; die.eutonen mit den Ambronen (Amrum ?), der Kernschar der Cimbern,ehen durch die narbonensische Provinz an Marius’ Lager vorüber,um die Pässe der Westalpen zu erreichen.

102 - Schlacht bei Aquae Sextiae (Aix in der Provence,tf s. 8. 112); Marius, 104—100 fünfmal hintereinander

j^onsul, vernichtet in gewaltigem Kampfe die Teutonen unter ihremonig Teutobod Und die Ambronen. Dann zieht er über die Alpen111 °ptimatischen Konsul Q. Lutatius Catulus zu Hilfe, der vorden Cimbern in die Gegend am oberen Po zurück-1 ... gewichen war.

Schlacht bei Vercellae auf den raudischen Feldernj (nördlich vorn oberen Po), Sieg der beiden Konsuln;

de ^qptverdienst gebührt dem Marius. Die Menge feiert ihn alsn ^J r } tien ßomulus, den zweiten Camillus.j während dieses Krieges hatte Marius die römische Heeresver-d e ' SS p M ^ abermals umgestaltet (s. 8. 91 f.). Die früheren UnterschiedejT Bewaffnung und des Dienstalters hören auf. An die Stelle derVe ^ ni P u ^ arta ktik tritt die Kohortentahtik. Die auf 5—6000 Mannbest t ^ Legion wird in 10 Kohorten eingeteilt; jede Kohorte„1 . bt aus 2 Manipeln oder 6 Centurien. Alle Mannschaften sindp^bmäßig bewaffnet. Die Hauptangriffswaffe ist für alle dasWäh”" Die Reiterei wird nur noch aus Bundesgenossen gebildet,eint ren< ^ ( ^ e ärmeren Bürger ( capite censi) zahlreich in das Heerdai ten ’ entziehen die reicheren sich mehr und mehr dem an-ein ?f nc ^ n Kriegsdienst. An die Stelle des Bürgerheeres tritt so£f eg aur °h Werbung aus den besitzlosen Bürgern zusammengebrachtesteich V ° n Berufssoldaten, die wie später die Landsknechte dem sieg-le ^ -Feldherren auf Tod und Leben ergeben sind und auf Grundderru Hbrgerrechtcs nach Ablauf der Dienstzeit vorn Staate Län-

en als Belohnung verlangen.

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