Kaiser Tiberius.
137
nach Chr.
9. Drei römische Legionen unter P. Quinctilius Yarus... werden im Teutoblirger Walde von dem Cherusker-
•ursten Arminius vernichtet. Germanien bis zum Rhein befreit,' Tiberius sichert die Rheingrenze.
14. Augustus stirbt in Nola irn 77. Lebensjahre. Eine vonihm selbst verfaßte Übersieht über seine Taten (ResWstae divi Augusti) ist in einer Tempelinschrift zu Ancyra (Angara)in Galatien erhalten ( monumentum Ancyranum).
14-—37. Tiberius (vollständig: Tiberius Claudius Nero), geb. 42,. ein erprobter Feldherr und ein tüchtiger Herrscher,
Jedoch hart und argwöhnisch. Das Recht der Beamtenwahlen und..J® Bestätigung der Gesetze wird von den Komitien auf den Senat^“ertragen (8. 129). Die an republikanischen Erinnerungen fest-“utende Aristokratie wird in strenger Abhängigkeit gehalten,sonders durch Anklagen de maiestate (die auch schon zur Zeiter Republik vorkamen) bei der geringsten Beleidigung des Fürsten;
Belohnung der Angeber ( delatores). Gute Verwaltungin den Provinzen.
^4 -Iß. Drei Feldzüge des Neffen des Tiberius, Drusus Cäsar,. Germaniens, (von Cöln aus) über den Rhein gegen
A e Germanen, der zweite und dritte mit einer Flottenfahrt in dienasmündung verbunden. Beim zweiten wird die Stätte der Nieder-o"® des Yarus berührt; beim dritten Sieg der Römer auf dem■^ ar apus Idisiaviso jenseits der Weser über Arminius, aber keine11 Verwerfung des Landes. Die ■ Flotte bei der Rückkehr durchSturm zerstreut.
17. Germaniens, von Tiberius abgerufen und nach demOrient gesandt, setzt in Armenien einen König ein,j a °bt Kappadokien zur römischen Provinz, gerät in Syrien mit
Statthalter L. Calpurnius Piso in Streit. Sein Tod im 34. Le-e nsjabr (19 in Antiochia an Gift?) in Rom sehr beklagt.
In Deutschland Krieg zwischen Armin und Marbod, letzterert. seinem Reiche in Böhmen vertrieben, findet bei den Römernnfnahme (f zu Ravenna). Armin wird von seinen eigenen Ver-,. a ndten, die ihn des Strebens nach der Königsherrschaft beschul-ten, 37 Jahre alt, getötet (21). Seine Gemahlin Thusnelda war11 Germaniens gefangen nach Rom geführt worden; sein in derGefangenschaft geborener Sohn Thumelicus stirbt inRavenna.
23. L. Aelius Seianus, Befehlshaber der Prätorianer (8. 134),a >, erhebt sich zum übermächtigen Günstling des
p rnden Kaisers, der 27 seinen Aufenthalt dauernd auf der Inseld °Preae (Capri) nimmt. Sejan vergiftet Drusus, den einzigen Sohns Kaisers, und setzt die Verbannung der Agrippina, Witwe desGermaniens, durch.
31- Sturz Sejans; nach ihm werden viele Senatoren als Teil-nehmer an seiner Verschwörung hingerichtet. Macro,