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Auszug aus der alten, mittleren und neueren Geschichte / Karl Julius Ploetz ; neu bearbeitet von Friedrich Kähler
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Mittlere Geschichte.

830) kämpfte sogar gegen Kaiser Ludwig den Frommen, um seineReichsgrenze an der unteren Save vorzuschieben (827829). IKhan Boris /., der Heilige (853889), führte infolge der eifrigen >Missionstätigkeit der beiden bulgarischen Brüder Methodius und IOyrillus (S. 165) das Christentum ein, unterwarf aber, als der Papst |die Forderung nach einem eigenen bulgarischen Patriarchat ab- >lehnte, die bulgarische Kirche dem Patriarchen von Konstantinopel ISeine Hauptstadt war Preslav (Schumla). j

Auf Boris folgte sein Sohn Symeon der Große (893927), jder sich. zuerstZar nannte. Er führte fast ununterbrochen Krieg ;gegen die Byzantiner und belagerte den Kaiser Konstantin VIl-Porphyrogennetos 913 und 921 in Konstantinopel. Unter ihmerlangte das Reich seine größte Ausdehnung. Byzanz und Serbienwaren ihm zinsbar. Er stellte sogar die Forderung, zum byzntl-nischen Kaiser ernannt zu werden, erreichte jedoch nur, daß diebulgarische Kirche unter einem eigenen Patriarchen unabhängigwurde.

Unter Zar Peter (927969) beginnt der Verfall des Bulgaren-staates. Gegen die zunehmende Entartung der Geistlichkeitwandte sich als Reformator der Geistliche Bogumil und die nachihm benannte Sekte der Bogumilen. Der makedonisch-albanischeTeil riß sieh los und bildete einen besonderen bulgarischen Staat,während die größere östliche Hälfte auf Veranlassung des griechischenKaisers Nikephoros II. Phokas von den Russen erobert wurde(969). Zwei Jahre später schon wurde Donau-Bulgarien denRussen wieder entrissen und dem griechischen Kaiserreiche einver- jleibt. Dasselbe Schicksal wurde auch dem westlichen Bulgaren- jreich (Hauptstadt: Ochrida) nach langen furchtbaren Kämpfen 101*'durch Kaiser Basilius II. (9761025) bereitet. Vgl. 8. 21bDas Kalifat von Bagdad (8. 161) gerät seit 861 durchEmporkommen von Teilfürsten in Verfall. Die Abbassiden werdenvon den Anführern ihrer türkischen Leibwache ab-hängig. _ _ _

935. Die aus Persien stammenden Bujiden reißen die Würdedes Emir al Omra (Fürst der Fürsten) an sich; de fKalif bleibt nur noch geistliches Oberhaupt.

969. Ägypten sondert sich ab als eigenes Kalifat unter deßFatimiden (Schiiten, vgl. S. 160). Kairo glänzend®Hauptstadt, Svrien bald hinzuerobert.

9981.030. Sultan Mahmua Herrscher des Ghasnavidenreichs, g e 'winnt die früh, r von den Samaniden (unter Obst'hoheit der Kalifen) beherrscht n Gebiete um Buchara und Sain» f 'kand, dringt erobernd nach In 7 ien vor, erstürmt und plündert da®an Gold, Silber und Edelsteinen überreiche Delhi und machdas Land zu einer Provinz seines Reiches. An seinem Hofe 2Ghasna (in Afghanistan) der persische Dichter Firdusi und dearabische Philosoph Ibn Sina (Avicenna), Erklärer des Aristotel®

(8. 161).