232 Mittlere Geschichte.
1413—1422. Heinrich Y., als Prinz der Genosse wüster Ge-sellen, als König energisch und tapfer. Aufstand derLollharden (Anhänger Wiclifs) unterdrückt. Kriegin Frankreich s. S. 227.
1422—1461. Heinrich VI., beim Regierungsantritt unmündig.
später von Günstlingen geleitet, kann den Übermutdes Adels nicht zügeln. Unglücklicher Ausgang des Krieges in Frank-reich (8. 227 f-, 228). 8ein Vetter Richard von York, zweimal wegenKrankheit des Königs zum Protektor des Reiches erwählt, erhebtzuerst 1452 offen Anspruch auf die Krone. Gegen ihn die KönigiuMargarete (aus dem Hause Anjou) und der Herzogvon Somerset (f 1454).
1459—1485. Bürgerkrieg in England; Parteien der Roten Rose(Lancaster) und der Weißen Rose (York). Richardvon York bei Wakefield besiegt und getötet 1460. Dennoch be-hauptet sich seine Partei im Felde und ruft 1461 in London seinenSohn Eduard zum König aus.
1461—1485. Haus York (Nebenlinie des Hauses Plan-tagenet).
1461—1483. Eduard IV. sichert seine Herrschaft durch dieSiege, bei Towton 1461 und Hexharn 1464, nimmtHeinrich VI. gefangen, doch wird er 1470 von Margarete und GrafWandele (dem ,-,Königsmacher“), der früher das meiste zu seinerErhebung beigetragen hatte, vertrieben und Heinrich VI. wiederauf den Thron gesetzt. Eduard IV. kehrt bald zurück, besiegt dasHaus Lancaster bei Barnet (Warwick f) und Tewkesbury 1471 undrottet es fast aus; nur Heinrich Tudor entkommt. König Heinrich VLim Tower ermordet 1471.
1483. Eduard V., Sohn Eduards IV., mit seinem jungenBruder Richard im Tower erstickt auf Befehl seinesOheims, des grausamen Richard von Oloucester (spr-Gloster), der den Thron besteigt als
1483—1485. Richard III. Er wird bei Bosworth 1485 besiegtvon einem Sprößling des Hauses Lancaster, HeinrichTudor, Grafen von Richmond, der durch seine Heirat mit Elisabethvon York, Tochter Eduards IV., die Ansprüche beider Häuservereinigt. Nach Beendigung der blutigen Adelskriege erstarkt da®Königtum unter dem Hause Tudor (1485 bis 1603). Forts. S. 268-
§ 5. Die Pyrenäische Halbinsel.
(Vgl. 8. 210.)
Den vier christlichen Königreichen steht noch immer d»sdurch Ackerbau und Kunstfleiß blühende arabische (maurisclWKönigreich Gran&da gegenüber (8. 211).