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Deutschland, Beginn der Reformation.
Kämmerer von Miltitz (1519 Gespräch zu Altenburg). Luther ge-schützt von Kurfürst Friedrich dem, Weisen von Sachsen ( Erne -sti,nische Linie des Hauses Wettin), während Herzog Georg ( Alber -tinische Linie) ihm abgeneigt bleibt 2 ). Philipp Melanchthon(Schwarzerd), ein Verwandter Reuchlins, geb. 1497 zu Breitenin Baden, seit 1518 als Professor in Wittenberg, Luthers bedeu-tendster Mitarbeiter. Er ist der Organisator der protestantischenhöheren Schulen. (Praeceptor Germaniae) f 1560.
1519. Disputation zu Leipzig; Joh. Eck, Pros. zu Ingol-
stadt, gegen Karlstadt (Andreas Bodenstein aus Karl-stadt) und Luther. Letzterer bekennt, daß Papst und Konziliennicht unfehlbar seien, und daß sich in Wiclifs und Hussens Lehreviel Wahres finde. Das war der Bruch mit Rom. Eck reist daraufnach Rom und erwirkt eine päpstliche Verdammungsbulle gegen41 Artikel aus Luthers Schriften.
1520. Luther veröffentlicht 3 reformatorische Schriften:
1. An den christlichen Adel deutscher Nation vondes christlichen Standes Besserung, 2. Von der babylonischenGefangenschaft der Kirche, 3. Von der ifreiheit eines Christen-nienschen, verbrennt die päpstlichen Dekretalen und die Bann-bulle vor dem Elstertore zu Wittenberg (10. Dez.).
1519—1556. Karl V., Enkel Maximilians (1500 in Gent ge-boren, in den Niederlanden erzogen), von den inFrankfurt versammelten Kurfürsten in seiner Abwesenheit ge-wählt, 1520 in Aachen gekrönt. Friedrich der Weise, nach Maxi-milians Tode Reichsverweser, hatte die Kaiserkrone wegen hohenAlters abgelehnt. — Herzog Ulrich von Württemberg aus seinemLande vertrieben (8. 252 f.).
1521. Reichstag zu Worms. Luther verteidigt seine Lehre18. April, vor dem Kaiser, der ihm das freie Geleit hält. Dochwird er in die Reichsacht erklärt. Friedrich derKeise läßt. ihn aus Vorsicht auf die Wartburg bringen. Das WormserEdikt verbietet alle Neuerungen. —■ Luther beginnt die Bibel-übersetzung (vollendet 1534). Er kehrt auf die Nachricht vonKarlstadts Unordnungen ( Bildersturm ) nach Wittenberg zurück(März 1522) und predigt gegen die Schwarmpropheten, richtet^aiin den Gottesdienst mit deutscher Predigt und Abendmahl*mter beiderlei Gestalt in Kursachsen ein. Die Ausbreitung derDeformation in Deutschland wird dadurch gefördert, daß Karl V.ba ld nach Spanien zurückkehrt und dann durch Kriege mit Franz I.v °n Frankreich in Anspruch genommen ist.
2 ) Friedrich der Sanftmütige. (S. 221, 222.)
__Ernst. Albert.
Friedrich der Weise, Johann, Georg, Heinrich,
t 1525. _fl532._ f 1539. f 1541.
Moritz, f 1653.
Johann Friedrich, j- 1554»