Deutschland, Reformation, Karl V.
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1546. Unentschlossene Kriegführung der Verbündeten an
der Donau. Johann Friedrich wird durch einenEinfall des Herzogs Moritz in sein Land zur Rückkehr veranlaßt.Hie süddeutschen Protestanten (Ulm, Augsburg, Straßburg, HerzogUlrich von Württemberg u. a.) unterwerfen sich, Hermann vonWied wird aus Köln vertrieben. Karl V. führt sein aus Spaniern(Herzog Alba) und Italienern gebildetes Heer nach Sachsen, gehtüber die Elbe, schlägt in der
1547. Schlacht bei Mühlberg (auf der Lochauer Heide*1. April. bei Torgau) den Kurfürsten von Sachsen, nimmt
ihn gefangen und zieht als Sieger in Wittenherg®m. Vergleich unter Vermittelung Joachims II. von Branden-burg. Die Kurwürde und die Kurländer kommen an die Alber-tinische Linie des Hauses Wettin (Herzog Moritz); die ErnestinischeEinie behält nur die thüringischen Gebiete (Weimar, Jena, Eise-^ch, Ootha u. a., S. 205, 249). Philipp von Hessen unterwirftSl °h in Halle und wird, obgleich sich Moritz und Joachim II. fürseine Freiheit verbürgt hatten, gefangen gehalten.
1548. Auf dem Reichstag zu Augsburg dekretiert der Kaiser.
da das Tridentiner Konzil vorn Papste nach Bologna^erlegt ist, das Interim, das den Protestanten aufgezwungen werdenS °U. Einstweilen wird ihnen die Priesterehe und das Abendmahlbstter beiderlei Gestalt zugestanden. Sonst soll Lehre und Kirchen-J^rfassung im wesentlichen katholisch bleiben. Die Stadt Magde-u Jg, als Mittelpunkt des Widerstandes in die Reichsacht erklärt,'Hrd vorn Kurfürsten Moritz von Sachsen 1550—1551 belagert,Unterwirft sich ihm, ohne Glaubenszwang zu erleiden. Moritz,Erbittert über die Behandlung seines Schwiegervaters und besorgtseine Stellung und die „Libertät“ aller deutschen Fürsten,*u®tet heimlich gegen den Kaiser und nötigt ihn, nach Abschlußeines Bündnisses mit Heinrich II. von Frankreich, zur1552. Flucht aus Innsbruck. Das in Trient wieder ver-sammelte Konzil vertagt sich und tritt erst 1562jieder zusammen. In Passau tritt ein Fürstentag zusammen.E-önig Ferdinand vermittelt den
p. Passauer Vertrag: Das Interim abgeschafft. FreilassungJHlipps von Hessen, der Religionsfriede soll auf dem nächstene * c hstage festgestellt werden. Auch Kurfürst Johann Friedrichwird freigelassen.
1552. Karl V. zieht mit Heeresmacht gegen Heinrich II., , _ von Frankreich, der als Moritz’ Verbündeter die
yhlringischen Bistümer Metz, Toul und Verdun besetzt hat.vergebliche Belagerung von Metz, welches Franz von Guise mitrfoig ver teidigt. Frankreich bleibt im Besitz der drei Bistümer,röhrend das Herzogtum Lothringen nach wie vor beim deutschen^>°he bleibt.