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Neuere Geschichte.
einig, die letzteren von dem spanischen Feldherrn Gonsalvo deCordöva am Garigliano geschlagen (1504). Ludwig XII. ver-zichtet auf Neapel, behauptet aber die Schutzherrschaft überGenua. Neapel und Sizilien bis 1713 in spanischem Besitz (8. 231)- jGonsalvo erster Vizekönig. :
1508. Teilnahme Ludwigs an der Liga zu Cambrai gegenVenedig (8. 262), aber Papst Julius II., Ferdinandder Katholische und Venedig verbinden sich 1511 zur Heili<J enLiga, um die Franzosen aus Italien zu vertreiben. Diese führenden Krieg unter Gaston de Foix, Neffen Ludwigs XII., ansang 8glücklich, nehmen 1512 Brescia mit Sturm (Bayard, der Bitterohne Furcht und Tadel, 8. 251), schlagen mit Hilfe von 5000deutschen Landsknechten das spanisch-päpstliche Heer bei Ravennß’werden aber 1513 von den Schweizern bei Novära geschlagen undräumen Italien.
1515-1547. Franz I.
1515. Er erobert Mailand wieder durch den glänzendenSieg über die Schweizer bei Marignano. ,
1520. Zusammenkunft mit Heinrich VIII. von England(Camp du drap d’or) in der Nähe von Calais.
Kriege mit Karl V. (s. 8. 250—254); Mailand verloren. Kunst®und Wissenschaften werden gefördert durch den Verkehr mit Italien-Schloßbauten: der Louvre in Paris.
Erhöhung der königlichen Macht durch ein Konkordat nutdem Papste (1516), das die Wahl der Bischöfe und Äbte im wesent-lichen dem Könige überläßt; dagegen Wiedereinführung der Annatefl(Gebühren für die Bestätigung durch den Papst in der Höhe ein eSJahreseinkommens) und Verzichtleistung auf den GrundsatzKonstanzer und Baseler Konzils, daß ein allgemeines Konzildem Papste stehe (s. 8. 221, 254), Verfolgung der „Hugenotten“!und grausame Hinrichtungen.
1547—1559. Heinrich II. Wachsende Macht der Guise®»eines Nebenzweiges des Hauses Lothringen ( FraHerzog von Guise, und Karl, der „Kardinal von Lothringen“)'Verfolgung der Hugenotten in Frankreich, aber Unterstützung 0 erdeutschen Protestanten. 1552 Metz, Toul, Verdun gewönne 0 ’Krieg mit Karl V. (s. 8. 255). .
1556—1559. Krieg mit Philipp II. von Spanien (8. 264). -O*Franzosen von den Spaniern (mit Hilfe der(Ander) unter dem Grafen Egmont bei St. Quentin 1557 u0bei Gravelingen 1558 geschlagen. Franz von Guise nimmt ’
x ) Hugenotten (Huguenots) soll ein,, Spottname sein, ab®leitet von einem König Hugo, einem Gespenst, das nach d® jVolksglauben bei Nacht durch die Straßen von Tours wände 1 ^ jdanach die Protestanten von ihren nächtlichen Versammlung® ,Huguenots genannt. Nach anderen ist der Name verdorben a„Eidgenossen“.