Buch 
Auszug aus der alten, mittleren und neueren Geschichte / Karl Julius Ploetz ; neu bearbeitet von Friedrich Kähler
Entstehung
Seite
273
JPEG-Download
 

Der Norden und Osten.

273

Haltung des Landes und behauptet gegen Polen den Besitz Est-lands. Sein Sohn

1611—1632. Gustav II. Adolf gewinnt nach unglücklichenKämpfen gegen die Dänen (S. 274) in einem KriegeRußland Karelien und Ingermanland (1617), durch einenKrieg mit den von Kaiser Ferdinand II. unterstützten Polen (KönigSigismund III. sein katholisch gewordener Vetter, vgl. 8. 274)1621—1629 Livland, Memel, Piflau, Elbing- und den größten Teild ß s Danziger Werders, Gebiete des polnischen Lehnsstaates Preußen,schließt 1629 unter Richelieus (S. 261 f.) Vermittelung mit Poleneinen Waffenstillstand, um den Krieg in Deutschland (8. 280 ff.)Jst beginnen. Sein Streben ist darauf gerichtet, die schwedischeOstseeherrschaft zu vollenden, den Protestantismus gegen denKatholizismus zu schützen und Schweden zur führenden Machthes europäischen Nordens zu erheben (s. S. 293). Ihm folgt, zuerstunter Vormundschaft des Reichsrats, seine Tochter

1632—1651. Christine, gelehrt, aber ohne Lust für die Re-

gierungsgeschäfte. Sie dankt 1654 ab zugunstenh'res Vetters Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken (Sohn einerSchwester Gustav Adolfs), wird später katholisch, stirbt in Rom1689. Ports. S. 293 ff., 302 ff.

o Dänemark und Norwegen bleiben bis 1815 vereinigt.6chon unter Christian II., Schwager Kaiser Karls V., dringt dieDeformation in Dänemark ein. Christian, der mit dem Adel, demfGerus und der (durch Änderung des Sundzolls in ihren Rechten^drohten) Hanse zerfallen ist, wird abgesetzt und von seinem.heim, dem Herzog von Schleswig-Holstein, verdrängt, der als’Gzdrich 1. (1523—1533) mit Hilfe Lübecks den dänischen Thron, besteigt und die Reformation begünstigt. (Vgl. S. 322).

534—1636. Die Grafenfehde: Jürgen Wullenwever, protestan-,. tischer Bürgermeister von Lübeck, Führer der dor-

*8en Volkspartei gegen die herrschenden Geschlechter, will LübeckJeder zur Herrin der Ostsee machen und unterstützt den GrafenjJ'tistoph von Oldenburg gegen Friedrichs I. Sohn Christian III.jbj 6 Flotte der Hanse nimmt Kopenhagen. Aber Christian III.j, stäuptet die Herrschaft in Dänemark (1534—1559) und führt dierpdrmation vollständig durch. Wullenwever legt sein Amt nieder,jjstd auf einer Reise vorn Erzbischof von Bremen verhaftet, an den®rzog von Braunschweig ausgeliefert, 1537 in Wolfenbiittel hin-, gerichtet. Lübeck bleibt protestantisch,

03—1588. Friedrich II. beginnt seine Regierung mit der Unter-1 Weisung der Dithmarschen (8. 236), führt

63—1570 im Bunde mit Lübeck Krieg gegen Schweden, be-schränkt die Privilegien der Hansa. 1-1648. Christian IV-, der unternehmungslustigste und volks-tümlichste aller Könige aus dem Hause Oldenburg,^loutz, Auszug. 19. Aufl. 18