318
Neuere Geschichte.
des deutschen Reichssystems gegen die Bestrebungen Kaiser JosephsII. (S. 318 f.) wird Preußen eine europäische Großmacht. —Fried-richs Fürsorge für sein Land, s. Anhang I.
Friedrich II. und Kaiser Joseph II.
1785—1790. Joseph II., deutscher Kaiser (S. 311), für dieösterreichischen Länder bis 1780 nur Mitregent seinerMutter Maria Theresia und wie sein Vater ohne bedeutenden Einflußauf die innere Regierung.
1767. Versuch einer Reform des Reichskammergerichts zuWetzlar.
1769. Zusammenkunft mit Friedrich II. in Neiße, der 1770ein Gegenbesuch in Mährisch-Neustadt folgt.
1778—1779. Der Bayrische Erbfolgekrieg. Veranlassung'Aussterben der bayrischen Kurlinie mit Max Joseph(1777). Karl Theodor, 1743—1799 (S. 307), Kurfürst von derPfalz und Herzog von Jülich und Berg, als Haupt der älteren Liniedes Hauses Wittelsbach (vgl. S. 218) rechtmäßiger Erbe der bay-rischen Länder, läßt sich von Kaiser Joseph II. bewegen, alte An-sprüche Österreichs auf Niederbayern und auf Teile der Oberpfaltanzuerkennen.
Vertrag zu Wien (1778, Januar), Besetzung von Niederbayerndurch österreichische Truppen. Karl Theodor war kinderlos; rnhseinem Erben, dem Herzog Karl- von Pfalz-Zweibrüchen, trittFriedrich der Große in Verbindung und ermutigt ihn zum Wider-stände gegen die österreichischen Ansprüche.
Friedrich rückt mit Truppen in Böhmen ein; es kommt zu keinerSchlacht.
1779. Friede ZU Teschen: Österreich behält von Bayern nurdas Innviertel und willigt in die künftige (1791) er-folgte) Vereinigung der Markgrafschaften Ansbach und Baireut"mit der -preußischen Monarchie. Bayern und Pfalz (mit JüU c "und Berg, s. S. 276f., 307) bleiben vereinigt (8. 37^)-1780—1790. Joseph II. in Österreich. Auf die durch mancheVerbesserungen der Verwaltung für Österreich segens-reiche Regierung Maria Theresias (S. 313) folgt das stürmische Vor-gehen Josephs. Von dem Ideal eines starken Einheitsstaates erfüll®’strebt er danach, die Macht der bevorrechtigten Stände (Geistlich-keit und Adel) zu brechen, alle provinzielle Selbständigkeit zu be-seitigen und Einheit der Verwaltung (Zentralisation) herzustell eI1 'Die deutsche Sprache auch in Ungarn als Amtssprache eing e "führt.
1781. Toleranzediht zugunsten der nicht katholischen Untß*tauen. Über 700 Klöster aufgehoben, für die nocverbleibenden (mein? als 1300) Staatsaufsicht vorgeschrieben. P®schränkung des Verkehrs der Geistlichkeit mit Rom; der Besuch ujesuitischen Collegium germanicum in Rom verboten (Jesuit# 11