Südeuropa.
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Spanien, seit 1701 unter Königen aus dem Hause Bourbon(S. 301), in der auswärtigen Politik mit Frankreich verbündet(S. 307, 330, 332 ff.), gelangt nicht wieder zu seiner früheren Macht-stellung. Unter Karl III. (1759—1788) Reformen des MinistersAranda, welcher 1767 die Jesuiten vertreibt.
Sardinien, Königreich seit 1720 (j3. 301), tritt unter Karl"Manuel I. (1730—1773) im Polnischen ThronfolgekriegJS. 307)“Jiegerisch gegen, im Österreichischen Erbfolgekrieg für Österreich(8. 309 f.) auf, erwirbt 1748 durch den Frieden zu Aachen (S. 313)einen Teil.des Herzogtums Mailand.
Die Republik Henna hat ihre Unabhängigkeit fortdauernd8 e gen mächtige Nachbarn (Savoyen, Frankreich, Österreich) zuVerteidigen. Die Bewohner der seit Ende des 11. Jahrh, von denPisanern und Hermesen umstrittenen Insel Korsika, seit 1300Miter genuesischer Herrschaft, empören sich 1729. Nach wechsel-v ollem Kampfe, wobei ein deutscher Abenteurer, Baron Neuhofaus Westfalen, kurze Zeit als König Theodor I. von Korsika auf-■ tt (1736), ruft Oenua Frankreichs Hilfe an; die Insel wird 1739Unterworfen. Doch bald neue Kämpfe, seit 1755 Pasqmle Paoliun der Spitze. Genua tritt 1768 die Insel an Frankreich ab; PaoliOieht 1769 nach England, versucht 1790—1796 nochmals Korsikabefreien, f in England 1807.
Venedig kann die frühere Blüte nicht wieder erreichen, dochwerden noch ruhmvolle Kriege gegen die Türkengeführt:
0^5- —1669. Krieg um Kandia (Kreta); die Türken 1656 vorden Dardanellen von der venetianischen Flotte be-le gt, verlieren Lemnos und Tenedos. 1657 dreitägige Seeschlacht( ^ en -Dardujiellere. Glänzender Sieg der Türken, die LemnosTenedos wiedererobern. Trotz tapferer Verteidigung, welcheor osini leitet, endet der Krieg mit dem Verlust der Insel Kretafür Venedig.
«85—1099, Krieg um Morea (Peloponnes). Venedig mit KaiserLeopold I. und Polen verbündet (S. 291 f.). Morosinirstärkt durch deutsche Mietstruppen unter Graf Königsmark,j®rtreibt die Türken aus Morea, erobert 1687 Athen, bei desseny lagerung der. Mittelbau des Parthenon (8. 55) durch eine vene-er i^ohe Bombe zerstört wird. Darauf zum Dogen erwählt, kehrtj '*093 auf den Kriegsschauplatz zurück, stirbt aber 1694 in Nauplia.■tye] ^uden zu Karlowitz (8. 292) bleibt Morea den Venetianern,°he die Halbinsel durch griechische Kolonisten neu bevölkernund bessere Verwaltung einführen.
4715. Die Türken erobern Morea für immer (vgl. S. 306);y nach dem Frieden von Passarowitz 1718 bleibt
geh' immer noch im Besitz eines ansehnlichen Festlands-(Verona, Brescia, Bergamo, Udine, Istrien, Dalmatien)der Ionischen Inseln.