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Auszug aus der alten, mittleren und neueren Geschichte / Karl Julius Ploetz ; neu bearbeitet von Friedrich Kähler
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Neuere Geschichte.

Toskana, nach dem Aussterben des Hauses Medici 1737österreichische Sekundogenitur (S. 307), erfreut sich des Wohl-standes unter dem Großherzog Leopold (17651790), dem zweitenSohne Maria Theresias und nachmaligen Kaiser Leopold II. Diesemfolgt sein zweiter Sohn Ferdinand III. (1790 bis 1824).

Parma mit Piacenza und Guastalla seit 1748 spanischeSekundogenitur (8. 313); Modtöna im Besitz des Hauses Este(8. 229); am Hofe des Herzogs Franz III. lebt der Geschichts-forscher Muratori (f 1750).

Der Kirchenstaat behauptet sein ansehnliches Gebiet (dasalte Latium, Umbrien, die Marken, Ancona, Rimini, RavennaBologna, Ferrara) in gutem Einvernehmen mit Österreich undSpanien.

1773. Papst Clemens XIV., dem Andringen katholischerStaaten nachgebend, hebt den Jesuiten-Orden auf,nachdem der Ordensgeneral Ricci jede Reform abgelehnt hat (sint,ut sunt, aut.non sint).

Neapel mit Sizilien unter Königen aus dem Hause BourboD(17351799, dann wieder 18151860). Karl IV., bis 1759(als Karl III., König von Spanien, S. 335), verbessert die Ver-waltung mit Hilfe des Ministers Tanucci, der auch unter KarlsSohn Ferdinand IV. (17591825) bis 1777 im Amte bleibt; 1767Vertreibung der Jesuiten. Nach Tanuccis Sturz führt die Königi®Caroline Marie, Tochter der Maria Theresia, die Regierung. IhrMinister Acton. 1799 muß der König vor den eindringenden Fran-zosen nach Sizilien entweichen (8. 349).

§ 11. Frankreich.

17151774. Ludwig XV., (vgl. S. 286 ff., 299 ff.), UrenkelLudwigs XIV., dessen Sohn und Enkel vor ihm ge-storben waren (S. 384). Während der Minderjährigkeit führt derausschweifende Herzog Philipp von Orl&ans, Sohn der ElisabethCharlotte von der Pfalz (f 1721 s. 8. 289), die Regentschaft (f 1723)-Mißglückter Versuch des Schotten John Law, durch Gründungeiner Bank (1718) und Ausgabe von Papiergeld die zerrüttetenFinanzen in Ordnung zu bringen. Von 17261743 leitete derKardinal Fleury (16531743) die Angelegenheiten seines Vatef'landes, anfangs mit großem Glück (s. 8. 307). Später erschüttert®die Teilnahme am Österreichischen Erbfolgekrieg die im Friede®gesammelten Kräfte des Staates. Nach Fleurys Tode Herrschafder Buhlerinnen (Marquise von Pompadour 17451764, GräfmDubarry 1769-1774).

Lothringen erworben 1738 (S. 307); erfolglose Teilnahmam Österreichischen Erbfolgekriege und am Siebenjährigen Rri®»(8. 309 ff.), unglücklicher Krieg mit England (8. 330 f.). VermfjderKolonien in Nordamerika (S. 330). Vertreibung der Jesuiten 17®durch den Minister Choiseul. Opposition des höchsten Gerichtsho >des Parlaments zu Paris; infolgedessen Aufhebung der Parlame®