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Auszug aus der alten, mittleren und neueren Geschichte / Karl Julius Ploetz ; neu bearbeitet von Friedrich Kähler
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Der deutsche Befreiungskrieg

1818 und 1814. Der deutsehe Befreiungskrieg.

1818. König Friedrich Wilhelm III. erläßt von Breslau3. Febr. aus einen Aufruf zur Bildung freiwilliger Jäger-bataillone. Begeisterte Erhebung in Preußen. Männerund Jünglinge jeden Standes eilen zu den Waffen.7- Febr. Der ostpreußische Landtag zu Königsberg beschließtAusrüstung von 30 000 Mann Linientruppen undLandwehr.

1813. Bündnis zu Kalisch zwischen Rußland und Preußen.28. Febr. Das russisch-preußische Hauptheer sammelt sich inSchlesien.

. Die Franzosen räumen Berlin und Hamburg. Die Herzöge von^c.klenburg sagen sich vorn Rheinbund los. Der russische Oberst"ettenborn mit den Kosaken zieht als Befreier in Hamburg ein(18. März).

!7. März. Aufrufe Friedrich Wilhelms III. „An mein Volk“und „An mein Kriegsheer“; Verordnung zur Er-• richtung der Landwehr und des Landsturmes.Eisernes Kreuz gestiftet.

27. März. Dresden wird nach Abzug des Marschalls Davout durchRussen und Preußen unter Wittgenstein und Blücherbesetzt. Flucht des Königs von Sachsen.

2. April. Gefecht bei Lüneburg (Johanna Stegen). Der franzö-sische General Morand mit 2000 Mann von Russenund Preußen gefangen. Die Erhebung in Bremenwird von General Vandamme unterdrückt.

3- April. Gefecht bei Möckern (östlich von Magdeburg). Eugenk Beauharnais von Preußen (unter York, Bülow und

“orstell) und Russen geschlagen, zieht sich auf das linke Elbufer*ürück. Französische Besatzungen behaupten sich in Magdeburg,Stettin, Küstrin, Qlogau, Danzig, Modlin, Zamosc.

, Napoleon führt ein neugebildetes Heer (120 000 Mann) überae si Rhein, zieht die Truppen der Rheinbundfürsten an sich, über-8o üi'eitet den Thüringer Wald, wird beim Vorrücken nach Sachsenvon den Russen und Preußen (85 000 Mann) ange-griffen.

2. Mai. Schlacht bei Groß-Görschen oder Lützen. Der

jy Sieg bleibt trotz größerer Verluste den Franzosen.

, le . Verbündeten ziehen sich über Dresden nach. der Lausitz.^ürück. Scharnhorst, in der Schlacht durch einen Schenkelschußj^wundet, eilt nach Österreich, um den Kaiser Franz, zu einem'üidnis mit Preußen und Rußland zu bestimmen, stirbt in PragU8 - Juni, s. S. 362).

Napoleon zieht in Dresden ein, führt den aus Prag zurück-gekehrten König von Sachsen dorthin zurück.

*3- Mai. Schwedisch*. Truppen unter Führung des KronprinzenBernadotte landen in Pommern.