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Neuere Geschichte.
dank!“) und stellt ansehnliche Streitkräfte an der russischen Grenzeauf, ohne jedoch wirklich den Krieg zu beginnen. Seitdem Span-nung zwischen Rußland und Österreich.
Preußen verharrt trotz der von Rußland in Olmütz (S. 399)empfangenen Demütigung auf den Rat seines Bundesgesandtenin Frankfurt, Otto v. Bismarck ,• in seiner neutralen Stellung,gewinnt damit ein Anrecht auf Rußlands Dank.
König Viktor Emanuel II. von Sardinien schließt ein Bündnismit den Westmächten und schickt 15 000 Mann unter Lamarmoranach der Krim. Die Belagerungsarmee wird bis zu 174 000 Mannverstärkt (28 000 Türken).
1855, 2. März. Tod Nikolaus’ I., Kaisers von Rußland. SeinSohn
1855—1881. Alexander II. läßt die Verteidigung Sebastopolsdurch Fürst Qortschakow weiterführen. Groß«Verluste der Belagerer durch Krankheit, Entbehrungen und täg-liche Kämpfe. Endlich nach dreitägiger starkerBeschießung
1855. Erstürmung des Malafeowturms durch die Fran-8. Sept. zosen (unter Pelissier), des Redan durch die Eng-länder, die aber von den Russen wieder hinaus-geschlagen werden.
11. Sept. Die Russen ziehen sich mittels einer Schiffbrückein den nördlichen Teil der Festung zurück. Be-setzung der Stadt Sehastopol durch die Verbündeten.
Auf dem Kriegsschauplatz in Asien werden die Türken wieder-holt geschlagen und müssen sich auf die Verteidigungbeschränken.
28. Nov. Einnahme der Festung Kars durch die Russen.
1856. Friede zu Paris: 1. Rußland tritt die Donaumün-30. März. düngen mit einem kleinen, am linken Ufer der untern
Donau gelegenen Teil von Bessarabien an die Moldauab (8. 365, 383). 2. Es entsagt der besonderen SchutzherrschaU'
über die Christen in der Türkei (deren Gleichstellung mit dermohammedanischen Bevölkerung von der Pforte zugesichert wird)und über die Donairfürstentümer (deren Verhältnis später ge-regelt werden soll, vgl. 8. 383). 3. Es gibt Kars zurück und ver-spricht, am Schwarzen Meere keine Waffenplätze anzulegen unddort nicht mehr Schiffe als die Pforte zu halten. 4. Die Welt-mächte geben Sehastopol nach Zerstörung der Hafenbauten undBefestigungen an Rußland zurück.
Die Moldau und Walachei werden 1859 vereinigt als Fürsten*turn Rumänien unter Oberhoheit des türkischen Sultans, ge-meinsamer Herrscher Fürst Alexander Cusa; nach dessen Ver-treibung seit 1866 Fürst Karl von Hohenzollern (1881—191König). Forts. 8. 443 ff., 463 ff.