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Auszug aus der alten, mittleren und neueren Geschichte / Karl Julius Ploetz ; neu bearbeitet von Friedrich Kähler
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438
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438 Neuere Geschichte.

und V erlief ung des Kaiser-W ilhelms-Kanals werden 223 Mill. Markbewilligt.

1888 . Pachtvertrag mit China über Kiautschou auf 99 Jahre(s. 8. 474, 481).

30. Juli. Fürst Bismarck f *'» Friedrichsruh.

•1899. Das Deutsche Reich erwirbt von Spanien die Karolinen,Marianen und Palau-Inseln (S. 461).

Vermehrung des Reichsheeres um 20 000 Mann(S., 435). Eine weitere Vermehrung der Präsenz-stärke in Aussicht genommen. (1903 zählte das Heer ohne dieOffiziere 495 000 Mann.)

1900. Das Bürgerliche Gesetzbuch tritt für das Deutsche

1. Jan. Reich in Kraft.

1900 . Erwerbung von Deutsch-Samoa (s. S. 453, 481)-

März. ■ Deutschland, England, Frankreich, Rußland, Italien,Amerika, Japan treffen Abmachungen über die„Politik der offenen Tür“ in China.

Flotiengesetz zum Schutze des deutschen Welthandels (dieTransportfähigkeit der deutschen Handelsflotte hat sich von1876—1909 versiebenfacht). Bis 1917 soll die Kriegsflotte auf38 Linienschiffe, 14 große, 38 kleine Kreuzer gebracht werden;dazu die Wacht- und Schulschiffe und die seit 1880 ansehnlichvermehrten Kanonen- und Torpedoboote.

(Vgl. 8. 439.)

1902. Neuer Zolltarif als Grundlage für fernere Handels-verträge.

1905. Zusammenkunft Kaiser Wilhelms II. mit dem Zaren

(Juli.) Nikolaus II. bei Bjoerlcoe in den finnischen Schären-

Es wird festgestellt, daß ein die Lebensnotwendigkeit beider Staatenberührender Interessengegensatz nicht besteht. Beide Herrschetwollen im Falle einer drohenden Kriegsgefahr alles tun,um die Friedensstörer zur Ruhe zu verweisen, und im Notfaheinander mit den Waffen dazu Beistand leisten. Es soll versuchtwerden, auch Frankreich, zu dieser Friedenspolitik zu bestimmen-(Die Ausführung dieses Planes wird jedoch hinter-trieben.)

1906. Erhöhung der Reichssteuern und beschleunigte Ver-

mehrung der Kriegsflotte beschlossen.

1908. Nordseeabkommen zwischen Deutschland, Dänemark,Frankreich, England, Holland und Schweden * 'geschlossen, ebenso das Ostseeabkommen zwischen Deutschland,Dänemark, Rußland und Schweden. Die Vertrags teilnehmesichern sich gegenseitig die Aufrechterhaltung des augenblicklicheterritorialen Besitzstandes zu für ihre an die Nordsee bezw. an uiOstsee grenzenden Staatsgebiete.