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Die dritte französische Republik.
1909. Krieg Spaniens gegen die Rijkabylen. Schwere
Kämpfe um Melilla (s. 8. 462). Die Häuptlingeunterwerfen sich. Gleichzeitig der Thronprätendent Bu Hamara
Kampfe gegen Muley Hafid. Ersterer besiegt und gefangen.Die Konsuln der Mächte schreiten gegen Muley Hafids Grausam-, keiten ein.
1910. Elottenbauplan genehmigt. Frankreich soll 28 Linien-
schiffe, 10 Kreuzer, 52 Torpedo- und 94 Untersee-boote haben. (1912 die Zahl der Linienschiffe auf23 herabgesetzt).
1911. Neue Unruhen in Marokko. Der Sultan, von feind-
lichen Stämmen in Fez eingeschlossen, ruft Frank-re ichs Hilfe an. Darauf französische Expedition nach Fez, angeblichz um Schutz der bedrohten Europäer. ' Der Sultan gerät ganz indie Gewalt der Franzosen. Diese treten ziemlich unbeschränkt im■Lande auf. (Juli) Entsendung des deutschen Kriegsschiffes>>Panther“ nach Agadir zur Verteidigung der deutscher Interessen.■Nach schwierigen Unterhandlungen, wobei Frankreich von demverbündeten England geleitet und unterstützt wird, unter demMinisterium Caillaux (4. Nov.) Marokkoabkommen zwischenDeutschland und Frankreich: Deutschland verzichtet auf jedenLanderwerb im, Scherifenreich (Sus-Provinz), nachdem seinehandelspolitischen und wirtschaftlichen Interessen nach Möglich-keit sichergestellt sind. Frankreich übernimmt das Protektorat inMarokko, tritt von Äquatorial - Afrika ein Gebiet von etwa"00 000 qkm im Süden und Osten von Kamerun mit Zugangz um Kongo und Ubangi an das Deutsche Reich ab. Das DreieckMischen Logone und Schari (12 000 qkm) von Deutschland anFrankreich überlassen.
1912. Der Sultan Muley Hafid stellt sich und sein Landunter Frankreichs Schutz, dankt später ganz ab und
Seht nach Paris. Einspruch und Erhebung verschiedener Berber-fh'ämme gegen diese Abmachungen führen zu Kämpfen derFranzosen gegen Muley Jussuf, den Bruder Muley Hafids, unda ödere Prätendenten.
Frankreich erwirbt einen erheblichen Teil der Negerrepublik'Liberia. -— Östlich von Tunis besetzt es die Oase Djanet (zu Tripolisgehörig) vgl. S. 460.
1911. Das Kadergesetz zum Zweck der Heeresorganisation.
Die noch nicht ausgebildeten Jahrgänge der Re-^rve sollen zur Bildung von Infanterieregimentern herangezogenOrdern (Die Zahl der Geburten und der StellungspflichtigenRekruten nimmt ständig ab.)
1913. Der bisherige Ministerpräsident Poincark wird Prä-
x> sident der Republik. Sein Besuch in London. —•
Verstärkung des Heeres durch Wiedereinführung der dreijährigen
le nstzeit. Sie macht eine ungeheure Vermehrung der Kriegs-
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