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Auszug aus der alten, mittleren und neueren Geschichte / Karl Julius Ploetz ; neu bearbeitet von Friedrich Kähler
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Die Balkanhalbinsel.

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dem König nicht untreu zu werden, zu den Deutsche^ über, wirdnach Görlitz gebracht.

1. Dezbr. Da der französische Admiral Fournet nach der B&-Setzung des Piräus die Auslieferung des gesamtenKriegsmaterials gefordert hat und mit der .Beschießung Athensdroht, greifen Heer und Volk in der (Stadt zu den Waffen. Rück-a *rg der Franzosen nach dem Piräus. Darauf neue Blockierung dergriechischen Küsten bis März 1917.

1917. Jonnart, der ,,Oberkommissar“ der SchutzmächteJuni. Griechenlands, erzwingt die Abdankung des KönigsKonstantin und den Thronverzicht des gleichgesinnten Kron-prinzen Georg. Alexander, Konstantins zweiter Lohn, wird Königv °n Griechenland (12. Juni). Die königliche Familie begibt sichnach der Schweiz.

Venizelos bildet ein neues Ministerium. Ende Juni brichtdie griechische Regierung ihre diplomatischen Beziehungen zu denMittelmächten, bald auch zu Bulgarien und der Türkei ab.

Das Türkische Reich, seit 1878 (russisch-türkischer KriegK S. 443 ff.) in seinem europäischen Bestände sehr eingeschränkt(K 445), hat immer wieder mit Empörungen seiner christlichenUntertanen zu kämpfen.

1895. Blutige Verfolgung der Armenier und der syrischenChristen ; England, Frankreich und Rußland ge-bieten Einhalt.

1903. Aufstand in Macedonien, von den Bulgaren unter-stützt; Österreich und Rußland nötigen die türkischeRegierung zu Reformen, die aber nur halb zur Aus-führung kommen. Der Kriegszustand dauert fort.

1908. Für die Türkei erzwingt ein Militäraufstand [Jung-

türken; ihre Losung: „Für Einheit und Fortschritt!“,Krdert Gleichheit der Pflichten und Rechte für Mohammedaner,^bristen und Juden) vorn Sultan Ahdul Hamid (1876—1909,J 1918) die Gewährung einer Verfassung (Senat und Deputierten-kammer), die schon 1876 verkündet, aber nach kurzer Zeit wiedera üfgehoben worden war. Bosnien (S. 442), Ostrumelien (s. S. 464)verloren; Novibazar wiedergewonnen S. 442).

1909. Sultan Abdul Hamid (ebenso wie 1876 sein älterer

^ Bruder Sultan Murad V.) nach einem Aufruhr in

Konstantinopel von der Nationalversammlung abgesetzt, nachdem7® r geistliche Oberrichter der Mohammedaner, der Scheich-ül-Islam,

für unwürdig erklärt hat, noch Kalif zu sein. Ihm folgt sein“rüder Mohammed V. (1909—Juli 1918); seitdem SultanMohammed VI. (der jüngste Bruder seiner beiden Vorgänger).Küf Betreiben der Jungtürken die allgemeine Wehrpflicht für alleOttomanen eingeführt. Die Einreibung der Christen in das Heerer regt anfangs Anstoß bei den Mohammedanern. Der deutsche

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