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Auszug aus der alten, mittleren und neueren Geschichte / Karl Julius Ploetz ; neu bearbeitet von Friedrich Kähler
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Neuere Geschichte.

1916. der Maas. Sie erobern auch den Pfefferrücken,Ilardaumont und Bezonvaux zurück. Forts. S. 565.

9. Die Schlacht an der Somme

(24. Juni bis 26. Nov.).

Nach monatelangen Vorbereitungen Beginn der lange ange-kündigten englisch-französischen Offensive in der Picardie zubeiden Seiten der Somme und des ihr von Norden her zufließendenAncre-Baches zwischen Gommecourt (nördlich vorn Ancre-Bach)undVermandovillers. Sie soll den Verteidigern von Verdun (S. 502f.),den Bussen (S. 516 ff.) und Italienern (8. 526) Entlastung bringen.Die Engländer (im Norden) unter General Haig (dem Nachfolgervon General French) haben sich Bapaume als nächstes Ziel ge-steckt, die Franzosen (im Süden) unter General Foch suchen nachPeronne durchzubrechen. Die Sommeschlacht sollte den Zu-sammenbrach der deutschen Westfront herbeiführen. Nach demGelingen des Durchbruches sollten riesige Kavalleriemassen dieVerfolgung des fliehenden Feindes aufnehmen und die ganze deutscheWestfront aufrollen.

Besonders hitzige Kämpfe bei Vermandovillers, Biaches. Contal-maison, Bazentin le Petit, Longueval, Orvillers, Pozieres, Thiepval,dem Trones-W äldchen, dem Delville-Wald, bei Ginchy, Combles,Lesbceufs, Sailly, Saillisel und dem Walde St. Pierre-Vaast. „Groß-kampftage“ der 1., 7., 14., 20., 22., 24., 30. Juli; 12.—14.,18.—19., 23.-24. Aug.; 3.-7-, 12.-17-, 25.-27. Sept.; 1.,7., 9.—18., 23.-24. Okt.; 5., 6., 7., 13.-15. Nov. (s. S. 497).

Trotz riesenmäßiger Vorbereitungen (der Feind setzte seit dem1. Juli 104 französisch-englische Divisionen in den Kampf ein)und eines ungeheuerlichen Einsatzes von Munition und Menschen(in der Sommeschlacht verloren die Franzosen 250 000, die Eng-länder 550 000 Mann) ist der Durchbruch durch die deutschenLinien nicht erzwungen worden. Weder Bapaume noch Peronnewurde von den Angreifern erreicht. Dank der beispiellosen Leistungender deutschen Heeresgruppe unter der Führung des „Generalfeld-marschalls“ Kronprinz Bupprecht von Bayern errang der Feindnur eine mäßige Einbuchtung der deutschen Front mit einemGeländegewinn von etwa 300 Quadratkilometern ohne einenstrategischen Stützpunkt. Die deutsche Kampflinie an der Sommestand am Ende der fünfmonatigen Biesenschlacht so fest und un-erschütterlich wie nie zuvor. In der Sommeschlacht sind also dieDeutschen Sieger geblieben. Fortsetzung s. 8. 562ff.

D. Die Fortsetzung des Krieges gegen ßußland.

1. Kämpfe im Karpathengebiet und die Wiedereroberung

Galiziens.

Nach dem Rückzug der Russen bis tief in die Karpathen-front (S. 492 f.) fällt der Dukla- und nach erbittertem Ringen