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Auszug aus der alten, mittleren und neueren Geschichte / Karl Julius Ploetz ; neu bearbeitet von Friedrich Kähler
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539
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Der Weltkrieg. 539

1917.

H.—26.März, Zweite Schlacht hei Monastir.

4.—18. Mai. Maischlacht in Macedonien (zwischen Doiran- undPresba-See). —• Beide Male bleibt der feindlicheAngriff dank der Standhaftigkeit der deutschen und bulgarischenInfanterie ohne nennenswerten Erfolg. Hierauf bis zum Sept. 1918Stellungskämpfe am Skumbifluß (westlich vorn Ochrida-See), beidenen die Eranzosen das Gelände westlich vorn Ochrida-See auf-geben. Auch die Engländer ziehen sich auf das westliche Uferder Struma zurück.

1918. Nach dem Rücktritt des bulgarischen Minister-präsidenten Radoslawow (Juni) arbeitet sein Nach-folger Malinaw zunächst im geheimen auf eine Verständigung mitden Engländern und Eranzosen hin. (Bulgarien verlangte vonseinen Bundesgenossen vergeblich die Auslieferung der ganzenDobrudscha [s. S. 445, 465], während die Türkei als Entschädigungfür ihren Anteil (8. 544) hartnäckig die Rückgabe des 1915 ab-getretenen Gebietes an der unteren Maritza forderte [S. 536, 544].Infolgedessen allgemeine Mißstimmung bei den Bulgaren. Dazukommen außer anderem der rege Verkehr Malinows mit dem ame-rikanischen Geschäftsträger in Sofia [S. 547], die Hinneigung derbulgarischen Gesandten in Berlin und Bern, Rizow und Radew,zur Entente, die Verhandlungen des früheren bulgarischen Minister-präsidenten Geschow mit Vertretern der Engländer und Franzosenin Bern, endlich die von General Lukow systematisch betriebeneAufhetzung des Heeres gegen den König.)

15. Sept. Von .der Stimmung im bulgarischen Heere unter-richtet, unternehmen die Engländer und Franzosenim Bunde mit den Serben einen wuchtigen Vorstoß gegen diefeindlichen Stellungen an der Cerna, durchbrechen sie, fast ohneWiderstand zu finden, und rollen die ganze Front auf. Auflösungund allgemeine Flucht des bulgarischen Heeres. Einzug der Siegerin Strumitza, Üsküb usw. (Ende Sept.) Nach und nach wird ihnenganz Serbien und Albanien überlassen. — Einzug der Italiener inDurazzo am 15. Okt.

Anfang Okt. Befehl zur Heimkehr der deutschen Truppen derSalonikifront. Unter ständigen Rückzugskämpfendie Donau am 29. Okt. erreicht.

3. Okt. Abdankung des Zaren Ferdinand I. zugunsten desKronprinzen Boris. Darauf der bereits am 29. Sept.abgeschlossene Waffenstillstand mit den Ententestaaten von derSobranje genehmigt. Hauptsächlichste Bedingungen: Bulgarienräumt alle früher serbischen und griechischen Gebiete und set?;tsein Heer sofort auf Friedensfuß. — Den Deutschen und Östep.reichern wird eine bestimmte Frist gewährt, gm ihre TrupperjAuf das nördliche Donauufer zurückzunehmen, * *