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Der Weltkrieg.
gegen 3 Millionen Deutsche ohne Rücksicht auf ihre Nationalitäteinem Staat mit überwiegend deutschfeindlicher Bevölkerung zu-geteilt, ohne daß ihnen eine Abstimmung gestattet worden wäre.
2. Südtirol bis zum Brenner mit Boten und Heran fällt ohne weiteresan Italien, das außerdem noch durch das Küstenland des Isonzo,Triest, Istrien und die dalmatischen Inseln vergrößert wird (nichtjedoch durch das sehnlichst begehrte Fiume (s. S. 525 f). 3. Süd-
steiermark und Südkärnten (mit Marburg und Laibach) nebst Krain,Kroatien, Dalmatien, Bosnien mit der Herzegowina, Slavonien undden ungarischen Komitaten Bacs-Bodrog und Torontal mit Maria-Theresiopel und Zenta (die Grenze verläuft südlich von Fünf kirchen,Szegedin und Arad und westlich von Temesvar) werden zu derRepublik Jugoslavien vereinigt. Auch Fiume soll den Jugoslavenzufallen. 4. Siebenbürgen samt der Bukowina und dem östlichenTeil des Banats (mit Temesvar) wird zu Rumänien geschlagen, dasvon Rußland auch noch Beßarabien (S. 445) und von BulgarienSilistria erhält (8. 465). Außerdem wird die neue rumänischeGrenze auf Kosten Ungarns über Siebenbürgen hinaus auf 230 kmLänge etwa 60 km nach Westen vorgeschoben, so daß z. B. u. a.noch Großwardein von Ungarn abgetrennt und dieser Staat unterVerlust von 2 y 2 Millionen Einwohnern fast auf die Hälfte seinesfrüheren Umfangs beschränkt wird. 5. Galizien wird mit Polen ver-einigt. 6. Deutsch-Österreich (Ober- und Nieder-Österreich, Salz-burg, Tirol, Steiermark und Kärnten) sollen nach dem Muster derSchweiz einen Bundesstaat bilden, dem jedoch der, Anschluß an dasDeutsche Reich unbedingt untersagt ist.
1919 .
3 . Der Frieden von Neuilly (mit Bulgarien).
18. Sept. Die Friedenskonferenz gibt den bulgarischen Abge-sandten die von ihr festgestellten Bedingungen be-kannt. Es sind in der Hauptsache folgende: 1. Bulgarien behältim Norden gegen Rumänien die Grenzen von 1913. Silistria bleibtalso bei Rumänien (8. 465). 2. Bulgarien tritt im Westen undSüden alle thrakischen Gebiete ab, die es 1913 erobert hat.Strumitza fällt an Serbien, das Küstengebiet am ÄgäischenMeer bis zur Maritza an Griechenland, doch soll Bulgarien hiereinen Zugang zu dem Hafen von Dedeagatsch haben. 3. Bulgarienbezahlt bis 1. Juli 1958 2% Milliarden Franken als Kriegs-entschädigung. 4. Es liefert an Serbien 5 Jahre lang 50 000
Tonnen Kohlen. 5. Das bulgarische Heer darf höchstens 30 000Mann stark sein.
4 . Der Frieden mit der Türkei ist noch nicht abgeschlossen.— In Albanien dauert der Kampf gegen die Italiener um den Be-sitz von Valona noch fort. (8. 476.)
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