582 Brandenburgisch-preußische Geschichte.
die Landesverwaltung im Einverständnis mit den LancLständen(Vertreter des Adels und der Städte).
1499 — 1535. Joachim I. Räubereien des Adels streng bestraft;
Universität in Frankfurt a. 0. gestiftet 1506. Juden-verfolgung 1510. Kammergericht in Berlin. Vertrag zu Brimnitz1529: die Herzöge von Pommern erkennen das ErbfolgerechtBrandenburgs an; dieses verzichtet auf die Lehnshoheit. Joachim I.eifriger Gegner der Reformation. Sein Bruder Albrecht, Erzbischofvon Mainz und Magdeburg, sendet Tetzel aus(s. 8. 248).
1535—1571. Joachim II. In der Neumark sein Bruder MarkgrafJohann von Küstrin.
1537. Erbverbrüderung mit dem Herzog von Liegnitz, Briegund Wohlan; diesem werden Krossen, Kottbus, Peitzund Zossen zugesagt für den Fall, daß das kurfürstliche Haus aus-sterbe (vgl. S. 309).
1539. Einführung der Reformation. Vorn König vonPolen erlangt Joachim die Mitbelehnung über Preußen.Seine beiden jüngeren Söhne nacheinander evangelische Erzbischöfein Magdeburg. (S. auch 8. 255).
1190. Der Deutsche Ritterorden gestiftet bei der Belagerungvon Akkon (s. 8. 195).
1230—1283. Unterwerfung des Landes Preußen (s. 8 . 236 f.).
1525. Umwandlung des Ordensstaates in ein weltlichesHerzogtum unter polnischer Oberlehnshoheit; Ein-führung der Reformation. Erster Herzog der bisherige HochmeisterAlbrecht von Brandenburg (aus der AnsbachischenLinie) (8. 250).
1571—1598. Johann Georg vereint als Kurfürst von Branden-burg wieder die ganze Mark. 1578 die Mitbelehnungüber Preußen erneuert (s. o.). Sein Enkel Johann Sigismundvermählt sich mit Anna, der ältesten Tochter des Herzogs AlbrechtFriedrich von Preußen, durch ihre Mutter Nichte und Erbin desHerzogs Johann Wilhelm von Jülich (8. 276 f.)-1598—1608. Joachim Friedrich, seit 1566 Administrator desErzbistums Magdeburg; diese Würde geht 1598 aufseinen Sohn Christian Wilhelm über. Geraischer Vergleich (1599)mit dem kinderlosen Markgrafen Georg Friedrich aus der frän-kischen Linie: die Mark verbleibt ungeteilt der kurfürstlichen Linie,die Stiefbrüder des Kurfürsten erhalten Ansbach und Baireuth,sein zweiter Sohn das schlesische Fürstentum Jägerndorf (1523 vonder fränkischen Linie erworben).
1604. Der Geheime Rat als oberste Regierungsbehörde ein-gesetzt. Seit 1605 regiert der Kurfürst mit Zustim-mung des Königs von Polen in Preußen als Administrator für dengeisteskranken Herzog Albrecht Friedrich.