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Auszug aus der alten, mittleren und neueren Geschichte / Karl Julius Ploetz ; neu bearbeitet von Friedrich Kähler
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588 Die andern Staaten des Deutschen Reiches.

die linksrheinische Pfalz zurück (S. 374% Verfassung des Königs-reichs 1818. Ludwig 1. (18251848) fördert Kunst und Wissen-schaft; Pinakothek und Glyptothek in München, Walhalla beiRegensburg. Universität Ingolstadt 1826 nach München verlegt.Maximilian II. (18481864): Nationalmuseum in München,Historische Kommission bei der Akademie der Wissenschaften.Ludwig II. (18641886): Schloßbauten in den bayrischen Alpen,Bühnenfestspielhaus in Baireuth. Für den geisteskranken KönigOtto (f 11. Okt. 1916) regiert 1886 bis 1912 sein Oheim, PrinzregentLuitpold, Bruder Maximilians II. Ihm folgt sein Sohn Ludwig alsPrinzregent, von 19131918 als König von Bayern (Ludwig III.).

Sachsen, hervorgegangen aus der Markgrafschaft Meißen(8. 176), einem Verlande des alten Stammherzogtums Sachsen.Seit 1089 regiert in Meißen das Haus Wettin (8. 196 u. 206).Heinrich der Erlauchte erwirbt 1247 die Landgrafschaft Thüringen,Friedrich der Streitbare (13811428) 1423 das KurfürstentumSachsen-Wittenberg (8. 222), einen Teil des alten Stammherzogtums(S. 201). Er gründet 1409'die Universität Leipzig (8. 221). Kur-fürst Friedrich der Sanftmütige (14281464, 8. 224, 249). Unterseinem Sohn Kurfürst Ernst (14641486) Teilung 1485: dieErnestinische Linie (8. 249) erhält Sachsen-Wittenberg mit derdaran haftenden Kurwürde und Thüringen, die Albertinische LinieMeißen. Die Kurfürsten Friedrich der Weise (14861525), Johannder Beständige (15251532) und Johann Friedrich der Großmütige(1532 bis 1547) Luthers Beschützer (S. 249 ff.). Umwandlung1547: Sachsen-Wittenberg mit der Kurwürde kommt an die

Albertinische Linie, 8. 255 f. (Kurfürst Moritz, Gründer der dreiFürstenschulen zu Meißen, Grimma und Pforta).

Kurfürst Friedrich August I. wird 1697 König von Polen(August II., 8. 292), ebenso 1733 sein Sohn Friedrich August II.(August III., S. 307). Kunstpflege in Dresden (8. 313). FriedrichAugust III. (17631827) sorgt für bessere Verwaltung, tritt imDez. 1806 als König Friedrich August I. dem Rheinbünde bei(S. 359), erhält 1807 das Herzogtum Warschau, wird 1813 nachder Schlacht bei Leipzig als Gefangener nach Preußen geführt,1815 in die Regierung seines verkleinerten Landes wieder eingesetzt.Verfassung 1831 unter König Anton (1827 bis 1836); ihm folgenFriedrich August II. (18361854), Johann (18541873), Albert,187071 als Kronprinz ruhmreicher Feldherr (18731902),Georg (19021904), Friedrich August III. (19041918).

Württemberg, ursprünglich. Grafschaft im alten Stamm-herzogtum Schwaben, das sich während des Interregnums auflöst.Eberhard der Erlauchte (12651325) und sein Nachfolger vergrößerndas Gebiet, Eberhard der Greiner (13441392) kämpft' gegenRitter und Reichsstädte, Eberhard im Barte stiftet 1477 die Uni-versität Tübingen und wird 1495 Herzog. Ulrich 1519 vorn schwä-bischen Bunde vertrieben, 1534 durch Philipp von Hessen wieder