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den Kolonien an der kleinasiatischen Küste unter persischem Joch.Cyrus rüstete sich inzwischen zum Kriege gegen Babylonien. ImJahre 539 v. Chr. schlug er die Babylonier in der Nähe ihrerHauptstadt, worauf sich diese ohne Kampf ergab.
Mit der Eroberung von Babylon fielen auch Syrien, Phöni-zier, und Palästina den Persern zu, und Cyrus gab nun den Juden,die ihn mit Begeisterung als ihren Befreier begrüßten, die Erlaub-nis, in ihre Heimat zurückzukehren und den Tempel von Jerusalemwieder aufzubauen.
So gründete Cyrus ein Weltreich, das fast das ganze damalsbekannte Asien umfaßte. Sein Sohn eroberte noch Ägypten,und dessen Nachfolger Darius sehte sogar nach Europa über,fand aber dort an dem freiheitsliebenden Volke der Griechenunerwarteten Widerstand.
A. Der trojanische Krieg.
a) Ursache.
Einst waren die Götter und Göttinnen zur Hochzeit desKönigs Peleus mit der Meergöttin Theils geladen; nur Eris,die Göttin der Zwietracht, hatte man Übergängen. Man fürch-tete, sie würde nur Zank und Hader stiften und die Heiterkeit desFestes stören. Voll Ingrimm über diese Zurücksetzung sann sie aufRache. Während sich nun alle Gäste der Freude Hingaben, öffnetesie die Türe des Saales und ließ einen goldenen Apfel mit derAufschrift: „Der Schönsten!" über den Boden rollen. Kaumaber hatten die Göttinnen den Apfel und seine Aufschrift gelesen,so erhob sich über dessen Besitz ein lebhafter Streit; denn jedebegehrte die Schönste zu sein. Am meisten Anspruch machten:Hera, die Königin des Himmels, Athene, die Göttin der Weis-heit, und Aphrodite, die Göttin der Schönheit.
Da keine von ihnen nachgeben wollte, befahl Zeus demGötterboten Hermes, die zankenden Göttinnen zu Paris, demSohne des Königs Priamus von Troja, zu führen, damit er ihrenStreit schlichte. Eine jede suchte den Königssohn durch Ver-sprechungen zu gewinnen. Paris übergab aber den Apfel derlieblichen Aphrodite, welche ihm die schönste Frau der Erde ver-