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Bilder aus der allgemeinen Geschichte : Lehrmittel der Mädchensekundarschule Basel
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diesem Zeichen einen glänzenden Sieg. Er erklärte sich darauffür Duldung des Christentums im römischen Staate, liest sichselbst aber erst kurz vor seinem Tode taufen. Die Residenz ver-legte er nach Byzanz, das nach ihm Konstantinopel genanntwurde.

Kaiser Theodosius erklärte im I. 388 jede Art von Heiden-tum als Götzendienst. Jetzt wiederholten sich Verfolgungen imentgegengesetzten Sinne: die heidnischen Tempel und die mar-mornen Kunstdenkmäler wurden ein Opfer der christlichen Volkswut.

Vor seinem Tode teilte Theodosius im I. 395 das römischeReich unter seine zwei Söhne. Der eine bekam den griechischenOsten (oströmisches Reich) mit der Hauptstadt Konstantinopel,der andere den lateinischen Westen (weströmisches Reich) mit derHauptstadt Rom. Jedes der beiden Reiche hatte von nun an seineigenes Schicksal.

n. Mittelalter.

Abendland.

21. Die Nibelungensage.

Siegfried war der einzige Sohn des Königspaares Sieg-mund und Siegelinde zu Lauten am Niederrhein. Abenteuer-lust zog den Knaben in die Fremde. Bei einem Schmied gab erdie ersten Proben seiner gewaltigen Kraft. Als er für sich einSchwert schmiedete, zerbarst der Ambost. Der Meister fürchtetesich bald vor ihm und war froh, dost der junge Recke in den Waldzog, um den Kampf mit einem Drachen aufzunehmen. Siegfriedtötete das Ungeheuer. In dessen Blute badete er sich und bekamüber den ganzen Körper eine Hornschicht. Nur eine einzige Stellezwischen den Schultern, wo während des Badens ein Lindenblatthingefallen war, blieb verwundbar.