2. Die beiden Konsuln waren die höchsten Beamtender Republik. Sie führten das Heer an und hatten den Vorsitzini Senat und in der Volksversammlung.
3. Die beiden Zensoren hatten die Bürger in dieverschiedenen Klassen zu verteilen, den Senat zu ergänzen undführten die Aufsicht über die Sitten der Bürger. Sie konntengegen Bürger, deren Leben tadelnswert war, eine Rüge aus-sprechen, sie deshalb aus einer höheren in eine niedere Klassesetzen, ja aus dem Senate ausstoßen. Nur gewesene Konsulnwurden zu Zensoren gewählt.
4. Der Prätor war oberster Richter. Ursprünglich gabes nur einen Prätor; als später die Geschäfte zunahmen, wur-den jährlich zwei Prätoren gewählt.
5. Die Ädilen waren die obersten Polizeibeamten, hattenalso hauptsächlich für die Ordnung auf den Straßen undPlätzen zu sorgen und den Marktverkehr zu beaufsichtigen.Auch leiteten sie die öffentlichen Spiele wie Wettkämpfe imZirkus, Gladiatorenkämpfe und Aufführungen im Theater.
6. Die Quästoren verwalteten die Finanzen der Stadt.Ihre Zahl wurde mit der Ausdehnung der römischen Herrschaftsehr vermehrt, zuletzt bis auf 40.
7. Die V o l k s t r i b u n e n wurden beibehalten, ihreZahl aber allmählich bis auf 10 vermehrt.
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Die Samnitcrkriege.
1. Kein Volk des Altertums wurde in so viele Kriege ver-wickelt wie die Römer. Anfangs führten sie diese zu ihrereigenen Verteidigung, indem die neue, kräftig aufblühendeStadt an der Tiber von den Nachbarvölkern beneidetund angefeindet wurde. Nachdem aber die Römer durchTapferkeit und Vaterlandsliebe über diese den Sieg davongetragen hatten, fingen sie nun selbst Krieg an, unterwarfensich zunächst Italien und gründeten dann nach und nach eineWeltherrschaft in den schönsten Ländern von Europa,Asien und Afrika.
2. Zu den tapfersten Völkern Mittelitaliens gehörten dieSamniter. Sie waren ein einfaches, kriegerisches, freiheits-liebendes Volk in den untern Apenninen. Sie lebten in einzel-nen Dorfgemeinden ohne politische Einheit; nur im Kriegewählten sie einen gemeinsamen Führer. Demgegenüber waren