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Becks Leitfaden beim ersten Unterricht in der Geschichte
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Das fränkische Kaiserhaus. 1024—1125.

1. Das Kaiserhaus auf seinem Höhepunkt unter Konrad II. und Heinrich III.

1. Nach Heinrichs Tode wurde der fränkischeGraf Konrad, Urenkel Konrads des Roten, einstimmig vonden Deutschen zum Könige gewählt. Mit ihm beginnt dasfränkische Kaiserhaus, das von 1024 bis 1126 regiert hat.

2. Konrad II. (1024—1039), ein besonnener und tatkräf-tiger Herrscher, unternahm gleich nach der Wahl den Königsritt,um die Huldigung der Stämme entgegenzunehmen. Um seineRechte auf Italien zu wahren, zog er über die Alpen, empfingdie lombardische Königskrone und in Rom in Gegenwart desmächtigen Dänenkönigs Knut, dem er die Mark Schles-w i g zurückgab, und des Königs Rudolf von Burgunddie Kaiserkrone. Er erweiterte die Grenzen nach Osten, indenierPolen zur Anerkennung zwang. Er brachte, gestützt aufeinen Erbvertrag Heinrichs II., das Königreich Bur-gund, um das er mit seinem Stiefsohn, Herzog Ernst vonSchwaben, mehrere Kämpfe siegreich führte, nach dem Aus-sterben des Königshauses an Deutschland (1033). Die Erblich-keit der zahlreichen niederen Lehen setzte er durch und be-schränkte dadurch die Macht der großen Vasallen. Das Herzog-tum Franken verwaltete er selbst, Bayern und Schwa-ben gab er seinem Sohne Heinrich, den er schon als Knabenzum Könige krönen ließ. Die Kirche beherrschte er; er ernanntedie Bischöfe und Abte und ließ sich von ihnen eine Abgabe(„Simonie"*) zahlen. Die Entwicklung der Städte förderte er,indem er einzelnen das Markt- und Münzrecht verlieh. Erstarb 1039 und wurde in dem von ihm begonnenen Dome zuSpei er beigesetzt.

3. Ebenso kräftig und klug regierte sein Sohn Heinrich III.(1039—1066), einer der bedeutendsten deutschen Kaiser. Nichtnur Böhmen, sondern eine Zeitlang auch Ungarn erkann-ten seine Oberhoheit an. Die weltlichen und geistlichen Großengehorchten ihm. Als in Rom drei Päpste zugleich geboten, ließer sie 1046 auf der Synode zu Sutri absetzen und einendeutschen Papst wählen. Ihm folgten drei andere deutschePäpste. Den inneren Frieden suchte Heinrich, durch sein Bei-spiel zu fördern, indem er großmütig denen verzieh, die widerihn gefehlt hatten. Die Bestrebungen des französischen Klosters

* Man nannte den Kauf oder Verkauf geistlicher ÄmterSimonie, von Simon dem Magier, der nach Apostelgeschichte 8,18 ff. den Aposteln die Gabe der Wunder für Geld abkaufen wollte.

Beck-Biereck, Leitf. der beschichte. 31. Aufl- g