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Becks Leitfaden beim ersten Unterricht in der Geschichte
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über das Kaisertum erheben. Er gebot deshalbdie Ehelosigkeit der Geistlichen (Cölibat), verbotden K a u s und Verkauf geistlicher Ämter (Simonie)und sprach den Fürsten das I n v e sti t u r r e ch t ab, d. h. dasRecht, Geistliche durch Übergabe von Ring und Stab in einKirchenamt einzusetzen. Auf die Nichtbeachtung dieser Gesetzelegte er die Strafe des Kirchenbanns s. Die Geistlichensollten künftig in keiner Beziehung zum Staate stehen und nurder Kirche und ihrem Oberhaupte, dem Papste, gehorsam fein.

4. Da Heinrich die freie Verfügung über die den Bischöfenverliehenen Reichsgüter und Hoheitsrechte nicht aufgeben konnteund ferner Bistümer besetzte, rügte dies der Papst. Der König,erbittert über ein solches Verhalten, ließ den Papst durch eineSynode deutscher Bischöfe 1076 zu Wor m s absetzen, wurdeaber dafür von G rego r VII. in den Kirchenbann getannnd der Krone für unwürdig erklärt. Der Papst entbandsogar die Untertanen von ihren dem Kaiser geleisteten Eiden.

5. Dieses Verfahren des Papstes rief in Deutschland einegroße Bewegung hervor. Die ohnehin mißvergnügten Fürstenerklärten auf einem Fürsten tage zu Tribur* (1076),daß Kaiser der Krone verlustig sein solle, wenn er nicht binnen„Jahr und Tag" vorn Kirchenbanns gelöst sei.

6. Von den meisten verlassen, sah sich jetzt Heinri ch, umden treulosen Fürsten jeden Vorwand zur Absetzung zu nehmen,genötigt, sich voin Banne lösen zu lassen. Mitten im Winter,nur von seiner edlen Gemahlin Berta und wenigen Getreuenbegleitet, zog er durch Burgund über die schneebedeckten Alpe»nach Italien.

7. Der Papst war schon auf dem Wege nach

Deutschland, wo er über Heinrich richten wollte, , . .. ^Er floh bei Heinrichs Ankunft auf das Schloß . '

Kanossa, das der Markgräfin Mathilde von --—

Tu seien gehörte. Erst nach vielem Bitten fand der Kaiserbeim Papste Gehör und wurde als Büßender in Kanossa ein-gelassen (im Januar 1077). Gregor sprach ihn vom Kirchen-banne los.

8. Trotzdem wählten die deutschen Fürsten einen Gegen-könig in dem Herzog Rudolfvon Schwabe». So kam eszum Bürgerkriege. Aber Heinrich war durch sein Unglückgebessert. Er fand jetzt viele Anhänger, besonders anFriedrich von H o h e n st a u f e n, dem er das HerzogtumSchwaben verlieh, und a» den Bürgern der rHeini--

* Südöstlich von Mainz.

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